Zeitarbeit in der Führungsetage

30. Juni 2010

Die Geschwindigkeit, mit der sich ein Unternehmen an eine Veränderung anpasst, entscheidet mit über Erfolg und Misserfolg. Interim Management ermöglicht Firmen schnelles und flexibles Reagieren auf neue Umstände.

Die Arbeitslosenquote ist im November 2016 gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent gesunken. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum waren 101.000 Menschen weniger arbeitslos gemeldet.
Die nach dem ILO-Erwerbskonzept ermittelte Erwerbslosigkeit betrug im Oktober 1,73 Millionen. Die Erwerbslosenquote lag demnach bei 4,0 Prozent, so das Statistische Bundesamt.

Trotz des zuletzt deutlich abgeschwächten Wachstums, ist die Zahl der Erwerbstätigen (nach dem Inlandskonzept) nach Angaben des Statistischen Bundesamtes weiter gewachsen. Insgesamt lag die Zahl der Beschäftigten im Oktober bei 43,84 Millionen. Nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit sind 31,74 Millionen Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Die Arbeitskräftenachfrage ist nach wie vor hoch. Im November waren bei der Bundesagentur für Arbeit insgesamt 681.000 freie Arbeitsstellen gemeldet. Das ist ein Plus von 71.000 offenen Stellen gegenüber dem Vorjahr. Die saisonbereinigte Nachfrage liegt gegenüber dem Vormonat um 3.000 im Plus.

Der ausführliche Monatsbericht steht unter folgendem Link zum Download bereit.

Zeitarbeit setzt sich nicht nur auf breiter Front in den Unternehmen durch, auch an der Firmenspitze spielt sie immer öfter eine Rolle. Hier heißt sie allerdings „Interim Management“. Im Durchschnitt – so eine Studie – bleiben Interim Manager 7,3 Monate in einem Unternehmen. Dann ziehen sie weiter. Ein plötzlicher Markteinbruch, der ein gezieltes Krisenmanagement erfordert, oder die Einführung einer neuen Produktlinie – das sind zwei typische Arbeitssituationen für die „Manager auf Zeit“. Ihr großer Vorteil: Sie sind nicht betriebsblind, kurzfristig für wichtige Führungspositionen verfügbar, und ihr hochqualifiziertes Expertenwissen lässt sich zielgenau „einkaufen“.

„Heute ist das Tempo, mit dem sich ein Unternehmen an eine veränderte Situation anpasst, meist erfolgsentscheidend“, weiß Tilo Ferrari. Der Frankfurter Niederlassungsleiter und Prokurist der Randstad Tochter Management Angels macht in seiner beruflichen Praxis immer wieder die Erfahrung, dass durch diese Notwendigkeit in den Unternehmen auch die Bereitschaft steigt, Interim Management in die HR-Planungen einzubeziehen. Ferrari: „Der Trend zur Flexibilisierung der Arbeitswelt im Fach- und Führungskräftebereich findet zunehmend Akzeptanz.“

Eine positive Entwicklung in dieser Hinsicht ist vor allem in Unternehmen auszumachen, die nicht mehr stark linienorganisiert aufgestellt sind, sondern eher projektbezogen arbeiten. „Und“, so Ferrari, „sich zur bestmöglichen Bewältigung einzelner Projekte eben auch die passenden Spezialisten heranholen.“ Dennoch bedarf es noch einer Menge Aufklärungsarbeit, um Interim Management als flexibles Werkzeug im HR-Bereich konsequent zu verankern. „Verglichen mit der Praxis in Großbritannien und den Niederlanden, bewegen wir uns immer noch im absoluten Entwicklungsbereich“, konstatiert der Experte.

Die Management Angels verstehen sich seit zehn Jahren als Aufklärer in diesem Marktsegment. Das Unternehmen ist Gründungsmitglied des Unternehmensverbandes „Arbeitskreis Interim Management Provider“ (AIMP), der es sich zur Aufgabe gemacht hat, „das Thema als solches in Deutschland zu verankern und voranzubringen“, so Ferrari. Das gelingt zunehmend. So verzeichnete allein die Management Angel GmbH 2009 etwa 80 neue Interim- und Produktmanagement-Mandate von Großunternehmen und Mittelständlern. Davon lassen sich zwei Drittel den TIMES-Märkten – also Telekommunikation, Internet, Medien, Entertainment und Security – zuordnen. Insgesamt wächst der Markt für diese Dienstleistung derzeit um 20 Prozent pro Jahr.

Die wachsende Akzeptanz des Instruments Interim Management wurde in der vergangenen Krise auch dadurch begünstigt, dass Unternehmen in der Frage der Kosten und Risiken, die mit der Festanstellung einer Führungskraft verbunden sind, zögerlicher und vorhandenen Alternativen gegenüber offener geworden sind. „Die Entscheider haben praktisch gezwungenermaßen etwas Neues ausprobiert, und viele von ihnen sind heute froh darüber“, blickt Tilo Ferrari auf die Entwicklung der vergangenen Jahre zurück und optimistisch in die Zukunft.

Management Angels GmbH

Die im Jahr 2000 gegründete Management Angels GmbH mit Hauptsitz in Hamburg arbeitet mit einem Pool von über 1.500 hochqualifizierten und erfahrenen Interim Managern zusammen und besetzt seit zehn Jahren Interim Management-Positionen bei Unternehmen der deutschen und internationalen Wirtschaft. Seit der Fusion mit Vedior gehört der Marktführer in Deutschland zur Randstad Gruppe weltweit. Mit im Schnitt 44 Jahren sind die vermittelten Interim Manager rund 15 Jahre jünger als der Branchendurchschnitt und bringen Erfahrungen aus vielfältigen Bereichen und Branchen mit. Als einziger Provider in Deutschland vermitteln die Management Angels rund 100 „Young Talents“ zwischen 26 und 35 Jahren. www.managementangels.com

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