Positive Stimmen für die Zeitarbeit

3. Februar 2010

Bei der BZA-Podiumsdiskussion zum Thema „Gute Zeitarbeit – gibt es die überhaupt?“ bekam die Branche viel Zuspruch

Bei der Podiumsdiskussion des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA) am 13. Januar in Leipzig setzte die Berliner Staatssekretärin Kerstin Liebich von den Linken mit ihrer Aussage „Ja, es gibt sie, die gute Leiharbeit“ ein Statement, mit dem wohl die wenigsten gerechnet hatten. Hatte ihre Partei doch vor der Bundestagswahl noch die Abschaffung der Zeitarbeit gefordert. Nun vertrat sie die Meinung, dass Zeitarbeit als flexibles Instrument auf dem Arbeitsmarkt wichtig ist und unterstütze die Forderung des BZA nach Einführung eines Mindestlohnes für Zeitarbeitnehmer.

Ebenfalls nochmals zur Sprache kam das Gerichtsverfahren der CGZP (Christliche Gewerkschaft für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen), die Anfang Januar vom Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg für nicht tariffähig befunden wurde. Die CGZP hatte Dumpinglöhne gefördert und Tarife zu Gunsten der Arbeitgeber festgelegt. „Die Tarife der CGZP sind Gefälligkeitstarife“, betonte Liebich nochmals nachdrücklich, aber auch als Zeitarbeitnehmer müsse man in der Lage sein, mit seinem Einkommen den Lebensunterhalt zu bestreiten.

Ludger Hinsen, Hauptgeschäftsführer des BZA, appellierte an die Politik, Wettbewerbsvoraussetzungen gerechter zu gestalten. Vor allem, weil ab 2011 der Arbeitsmarkt in Deutschland auch den osteuropäischen Arbeitnehmern offen stünde.
 

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