Der BZA und das IW geben Umfragezahlen für 2009 und 2010 bekannt.

Der Bundesverband der Zeitarbeit (BZA) führt zusammen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln regelmäßige Umfragen zur aktuellen Situation der Branche Zeitarbeit durch. Befragt werden Zeitarbeitsunternehmen in ganz Deutschland. Im Januar wurden die Zahlen für den Zeitraum von Dezember 2008 bis Dezember 2009 bekannt gegeben.


Die Wirtschaftslage in Deutschland war im Jahr 2009 bedingt durch die Krise insgesamt sehr geschwächt. Das machte sich auch in den Beschäftigungszahlen der Zeitarbeit deutlich bemerkbar. Besonders in den Regionen Augsburg/Allgäu, Stuttgart/Heilbronn oder Tübingen – Regionen, in denen viele Firmen der Maschinenbau-, Metall- und Elektro- sowie Automobilbranche ihren Sitz haben – mussten zwangsläufig viele Zeitarbeitsplätze reduziert werden.

Eine Ausnahme bilden die Regionen Gera/Erfurt, Franken und Berlin: Hier wurde im Zeitraum Dezember 2008 und Dezember 2009 sogar zusätzliches Personal eingestellt bzw. die Belegschaftszahlen blieben stabil.

Auffallend ist, dass kleinere Zeitarbeitsunternehmen (bis 50 Beschäftigte) im Schnitt nur 1,1 Prozent Personal abbauen mussten, mittelständische Unternehmen (bis 500 Beschäftigte) dagegen fast 4,5 Prozent. Die großen Personaldienstleister (über 500 Beschäftigte) lagen mit 3,8 Prozent dazwischen.

Für das laufende Jahr stehen die Prognosen besser: Die meisten Zeitarbeitsunternehmen (insgesamt 53 Prozent) rechnen mit einem wachsenden Auftragsvolumen und dadurch auch mit neuem Personalbedarf. Laut Umfrage wird ein Beschäftigungsanstieg von ca. 6 Prozent in den nächsten sechs Monaten erwartet. Am Positivsten auf die erste Jahreshälfte 2010 blicken die Personaldienstleister aus den Regionen Augsburg/Allgäu, Magdeburg, Düsseldorf und dem Rhein-Main-Gebiet. Letztere hatte auch als einzige Region im Dezember 2009 einen leichten Zuwachs (0,5 Prozent) von Beschäftigten zu verzeichnen.

Den gesamten IW-Zeitarbeitsindex Januar 2010 finden Sie direkt beim BZA.