Märzklausel: Die Tücken der Einmalzahlungen an Arbeitnehmer

31. März 2010

Einmalige Zahlungen an Mitarbeiter werden gerne in den ersten Jahresmonaten ausbezahlt, um Beiträge zu senken.

Jeder Mitarbeiter freut sich, wenn er zusätzlich zu seinem monatlichen Gehalt eine einmalige Sonderzahlung erhält. Für seinen Arbeitgeber fallen dadurch Lohnnebenkosten an. Um diese – und damit auch die Differenz zur Beitragsbemessungsgrenze (BBG) – möglichst gering zu halten, erfolgen solche Einmalauszahlungen von Unternehmensseite bevorzugt im ersten Jahresquartal, also von Januar bis März.

Die Beitragsbemessungsgrenzen legen die Summen fest, die maximal zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zur Renten- und Arbeitslosenversicherung bezahlt werden müssen. Mit jedem Monat steigt die Differenz zwischen den bereits gezahlten Entgelten und der Beitragsbemessungsgrenze. Daraus errechnen sich wiederum die beitragspflichtigen Beträge für die Sonderzahlungen. Je mehr beitragspflichtige Monatsentgelte also in die Berechnung einfließen, desto höher sind die Begleitkosten.

Viele Betriebe umgehen diese Kosten, indem sie Einmalzahlungen am Anfang eines Jahres ausbezahlen. Doch rechtlich gesehen ist das nicht gestattet. Die sogenannte Märzklausel regelt, dass einmalige Lohnzahlungen, die vom 1. Januar bis 31 März eines Jahres getätigt werden, zum letzten Entgeltabrechnungszeitraums des Vorjahres zählen. Wird das nicht beachtet folgen oftmals Nachforderungen der Deutschen Rentenversicherung.

Nachzulesen unter § 23 a Absatz 4 Viertes Buch Sozialgesetzbuch.

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