Gesundheitsschutz für junge Arbeitnehmer

12. April 2010

Gerade junge Menschen benötigen Aufklärung und Schutz vor Gefahren am Arbeitsplatz.

Arbeitnehmer zwischen 18 und 25 Jahren, wie zum Beispiel Auszubildende, Aushilfen oder Praktikanten, haben laut der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ein um 50 Prozent höheres Risiko sich bei einem Arbeitsunfall zu verletzen als Ältere.

Grund seien ungenügende Reife, fehlende Fertigkeiten und oftmals auch zu wenig professionelle Einweisung durch den Arbeitgeber. Unfälle im Betrieb passieren beispielsweise durch falschen Umgang mit giftigen Chemikalien, die leichtfertige Bedienung von Maschinen oder falsches Heben von Lasten. Doch auch Lärm, konzentrationsintensive Arbeiten oder Stress sind häufig Ursache von betrieblichen Unfällen.

Für Arbeitgeber besteht die Pflicht, Mitarbeiter zu Beginn der Beschäftigung in ihr Arbeitsumfeld einzuführen, und ihnen den Umgang mit Arbeitsutensilien sowie -geräten ausführlich und korrekt zu erklären. Auch Schutzkleidung, oder wenn erforderlich Schutzausrüstung, müssen vom Betrieb gestellt werden. Jeder Arbeitnehmer muss über Risiken und Sicherheitsmaßnahmen im Betrieb aufgeklärt sein. Darüber hinaus ist vom Arbeitgeber abzuwägen, ob ein Mitarbeiter für eine Tätigkeit tatsächlich einsetzbar ist, und ob er zu allen Bereichen des Betriebs Zugang haben sollte.

Falls doch etwas passiert, muss jeder Mitarbeiter in der Lage sein, die notwendigen Schritte zur Erstversorgung des Verletzten durchzuführen und ggf. die Verständigung des Notarztes einzuleiten.

Informationen über die Pflichten eines Arbeitgebers sind in der Richtlinie 94/33/EG des Rates für Jugendarbeitsschutz nachzulesen.

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