Mehr Gehalt motiviert am meisten

19. Mai 2010

Wenn es um Mitarbeiterbindung geht, setzen die meisten Unternehmen auf falsche Anreize.

Dreimal jährlich führt der Personaldienstleister Robert Half die Studie Workplace Survey durch. Dafür werden Personal- und Finanzmanager in 13 Ländern befragt, um Trends auf dem Arbeitsmarkt zu ermitteln.

Die aktuelle Studie Workplace Survey 2010 für das 1. Quartal dieses Jahres ergab, dass in Deutschland viele Unternehmen keine expliziten mitarbeiterfördernden Programme haben. Knapp die Hälfte der Arbeitgeber (42 Prozent) setzen auf flexible Arbeitszeiten, um Mitarbeiter zu motivieren und zu unterstützen, 31 Prozent dagegen auf Weiterbildungsmaßnahmen. Weitere 31 Prozent bieten überhaupt keine mitarbeiterbindenden Angebote an. Nur 24 Prozent der in Deutschland ansässigen Firmen haben erkannt, dass die Motivation der Arbeitnehmer durchaus mit dem Gehalt steigt.

72 Prozent der 3.000 befragten Personal- und Finanzmanager gaben nämlich an, sich ein höheres Gehalt zu wünschen. Dagegen hätten nur 33 Prozent gerne flexible Arbeitszeiten und nur 26 Prozent wollten die Möglichkeit, von zu Hause aus im Home Office zu arbeiten. Teambuildingmaßnahmen waren nur für 16 Prozent interessant.

Obwohl das Finanzielle wohl tatsächlich den größten Ansporn für Arbeitnehmer darstellt, gibt es natürlich weitere, sinnvolle Angebote für die Mitarbeiterbindung. Dazu gehören Wertschätzung guter Leistungen, Anvertrauen von Verantwortung, Gestaltung einer angenehmen und motivierenden Arbeitsatmosphäre oder individuelle Förderung der einzelnen Mitarbeiter hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Ziele.

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