Büro-Regeln während der Fußball-WM

9. Juni 2010

Welche Rechte haben Arbeitnehmer, wenn es um die Fußball-Weltmeisterschaft geht?

Übermorgen ist es soweit: Die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika geht los. Wie immer wird das Ereignis von vielen Fans mit großer Spannung erwartet – und natürlich wollen sie wenn möglich keines der wichtigen (Deutschland-)Spiele verpassen. Doch Arbeitnehmer dürfen nicht ohne Zustimmung des Vorgesetzten während der Arbeitszeit Spiele im Fernsehen, im Radio oder im Internet verfolgen.

Möchten Fußballfans früher Feierabend machen, müssen sie die sonst üblichen Regelungen einhalten. Entweder Urlaub nehmen, Gleitzeitstunden einreichen oder die Arbeitszeit bereits am Morgen „vorarbeiten“. Regelungen, die während der Sommermärchen-WM 2006 Gültigkeit hatten, sollten von Arbeitnehmern dieses Jahr nicht wieder als Selbstverständlichkeit vorausgesetzt werden.

Vereinbarungen mit dem Chef, ob man während der Arbeit Radio hören oder sogar den Fernseher laufen lassen darf, sind individuell zu treffen. Ob diese Möglichkeit besteht, kommt immer auch auf die jeweilige Branche bzw. auf die Position des Einzelnen an. Ein Mitarbeiter am Bankschalter wird hier eher das Nachsehen haben als ein Angestellter im Büro.

Fußballgucken ist rechtlich gesehen reines Privatvergnügen. Jedem Arbeitgeber ist daher zu raten, entsprechende Regeln vorher mit ihren Mitarbeitern abzusprechen und festzulegen – um sich nicht hinterher wegen unzulässigem Verhalten vor dem Arbeitsgericht streiten zu müssen.

Und wenn doch einmal ein Spiel verpasst wurde, sollte niemand traurig sein, denn: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!

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