Beschäftigung von Ferienjobbern

23. Juni 2010

Ferienjobs sind sehr beliebt. Was Betriebe bei der Beschäftigung von Schülern und Studenten beachten müssen.

Jetzt gehen sie wieder los, die Schul- und Semesterferien. Für Schüler und Studenten die ideale Gelegenheit, sich für ein paar Wochen einen Job zu suchen, um die Kasse aufzubessern. Im Grunde ist das eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Die Jobber haben die Möglichkeit, etwas dazu zu verdienen, und die Firmen können urlaubs- und ferienbedingte Ausfälle von Mitarbeitern auffangen. Was müssen Unternehmen beachten, wenn sie Schüler und Studenten für eine befristete Zeit einstellen?

Schüler, die in den Ferien arbeiten möchten, müssen mindestens 15 Jahre alt sein. Erst ab diesem Alter dürfen sie maximal acht Stunden pro Tag und 40 Stunden, verteilt auf fünf Tage in der Woche, arbeiten. Akkordarbeit, Nacht- und Wochenendschichten dürfen erst ab dem 18. Lebensjahr übernommen werden. Auch für Arbeiten bei denen die Ferienjobber etwaigen Gefahren ausgesetzt sind – beispielsweise beim Tragen von schweren Lasten oder beim Umgang mit giftigen Substanzen – dürfen Arbeitgeber nur volljährige Schüler einsetzen.

Schüler und Studenten, die in den Ferien jobben, haben Anspruch auf angemessene Entlohnung, anteiliges Urlaubsgeld sowie Auszahlung der Urlaubstage, die nicht in Anspruch genommen werden. Beträgt die Beschäftigung mehr als zwei Monate am Stück bzw. 50 Arbeitstage im Jahr, müssen Ferienaushilfen auch kranken-, renten- und unfallversichert werden. Bei einem Verdienst bis 898,65 Euro muss der Ferienjobber bei Vorlage einer Lohnsteuerkarte keine Lohnsteuer zahlen.

investor relations