Auch nach Erreichen des Rentenalters ist bei vielen mit Arbeit nicht Schluss. Der Grund: Die Renten reichen oftmals nicht aus.

Die meisten Arbeitnehmer, die heute mitten im Berufsleben stehen, freuen sich schon jetzt auf ihre Rentenzeit. Doch gleichzeitig ist ihnen bewusst, dass es aus heutiger Sicht nicht sicher ist, in welchem Alter sie in den Ruhestand gehen werden und wie viel Geld dann noch von dem übrig ist, das sie über Jahrzehnte hinweg in die Rentenkasse eingezahlt haben. Denn schon jetzt ist es vielen Rentnern nicht gegönnt, ihren Lebensabend sorgenfrei zu genießen – jeder zehnte geht einer Beschäftigung nach.

Laut dem aktuellen Altersübergangs-Monitor des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen arbeiteten bereits 2007 in Westdeutschland 10 bis 15 Prozent der Rentner zwischen 65 und 69 Jahren. Obwohl es größtenteils die Männer sind, die nach Eintritt in das Rentenalter weiterhin einer Tätigkeit nachgehen, nimmt auch der Anteil der Frauen immer mehr zu. Weiterhin ist festzustellen, dass hauptsächlich Höherqualifizierte auch im Alter noch arbeiten. Darüber hinaus ist die Erwerbstätigenquote in Westdeutschland höher als in den neuen Bundesländern.

Die meisten berufstätigen Rentner gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach. Der Grund für das Weiterarbeiten nach dem offiziellen Ende der Berufstätigkeit ist in den meisten Fällen der zu geringe Rentenbezug, der ältere Personen zum Dazuverdienen zwingt. Ein Vorteil ist, dass ab 65 Jahren die Zuverdienstgrenzen entfallen und dadurch das Einkommen nicht auf einen bestimmten Betrag beschränkt ist.