Sprüche klopfen zwischen Schreibtisch und Kaffeeküche

17. September 2010

Die einen nutzen sie als lockeren Konversationseinstieg, die anderen sind genervt oder sogar peinlich berührt von ihnen: Phrasen und Floskeln im Büro.

„Halli-hallöchen“, „Alles im Lot auf’m Boot, alles in Butter auf’m Kutter?“, „Mein lieber Herr Gesangsverein ...“: Sprüche und Floskeln sind schnell mal daher gesagt und meistens auch nicht böse gemeint. Doch ob im Privatleben unter Freunden oder im Beruf zwischen Kollegen – nicht immer ist gewährleistet, dass sie beim Empfänger gut ankommen.

Gezielt eingesetzt und zum Kontext passend sind gute Sprüche durchaus ein Mittel zur Auflockerung. Doch ist es ratsam vorher zu überlegen, in welcher Situation ein spaßiger Kommentar angebracht ist und in welcher nicht. Manche übertreiben es gerne mal und finden sich dabei auch noch ausgesprochen ulkig und lässig. Aber eine Kollegin, die jeden Morgen mit aufgesetzt guter Laune und einem Satz wie „Hallöchen Popöchen“ ins Büro gerauscht kommt ist auf Dauer ebenso nervtötend wie ein Kollege, der beim Kaffee holen in der Küche erst einmal fragt „Na, alles Roger in Kambodscha?“.

Ebenso unangebracht ist es als Vorgesetzter seinem Mitarbeiter ein scherzhaft gemeintes "So, wie Sie arbeiten, möchte ich auch mal Urlaub machen!" oder ein „Sind Sie jetzt nur noch halbtags da“ entgegen zu schmettern, wenn dieser nach seinem Acht-Stunden-Tag Feierabend macht und nicht bis in die Nacht hinein arbeitet.

Sprüche, Floskeln und Phrasen können die Stimmung heben und auch mal kurzfristige Gesprächspausen nett überbrücken. Allerdings ist es ratsam, nicht nur in auswendig gelernten Sätzen auf sich aufmerksam zu machen – intelligente, wortgewitzte Beiträge hinterlassen bei Kollegen und Freunden bestimmt mehr Eindruck. Alles paletti?!

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