Gemeinsam mit PriceWaterhouse Coopers (PwC) will der „Verband deutscher Unternehmerinnen“ (VdU) in den nächsten zwei Jahren rund 150 Frauen für eine Aufsichtsratstätigkeit qualifizieren.

„Der Genderwahnsinn dreht die nächste Runde“ sagen die einen, „das Jahrzehnt für Frauen in der Wirtschaft hat gerade erst begonnen“ die anderen. Gemeint ist mit beiden Statements die von den Wirtschaftsprüfern PwC und dem Verband deutscher Unternehmerinnen gegründete Initiative, Frauen aus Führungspositionen für eine zukünftige Aufsichtsratstätigkeit vorzubereiten und zu qualifizieren.

Ziel des auf drei Jahre angelegten Projektes „Stärkere Präsenz von Frauen in Aufsichtsgremien“ ist zum einen die gezielte Aufstiegs- und Karriereförderung für 150 weibliche Führungskräfte und zum anderen die Vermittlung von geeigneten Frauen an Unternehmen, die ihre Aufsichtsgremien mit Frauen besetzen möchten. Mit diesem Projekt begegnet der VdU somit auch der immer wiederkehrenden Behauptung, dass vakante Positionen nicht mit Führungsfrauen besetzt werden könnten, da es keine geeigneten Kandidatinnen gäbe.

Unterstützung erntet das Projekt unter anderem durch die Bundesinitiative „Gleichstellung von Frauen in der Wirtschaft“, durch einige Wirtschaftsunternehmen sowie zahlreiche politische Vereinigungen und Parteien. Ihnen voran Bündnis 90/Die Grünen, die unter dem Titel "Entwurf eines Gesetzes zur geschlechtergerechten Besetzung von Aufsichtsräten" eine 40-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsgremien fordern. Diese Mindestquote soll nach Vorschlag der Partei für börsennotierte Unternehmen gelten und für Unternehmen, die der Arbeitnehmermitbestimmung unterliegen (z. B. Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften mit beschränkter Haftung oder Genossenschaften).