Arbeitnehmer fürchten um ihre Durchhaltekraft

8. Dezember 2010

Besonders Beschäftigte, die körperlich schwer arbeiten zweifeln daran, bis zur Rente fit zu bleiben.

Eine von der Hans-Böckler-Stiftung in Auftrag gegebene Studie ergab, dass 60 Prozent der Menschen mit körperlich und psychisch belastenden Berufen der Meinung sind, ihre jetzige Tätigkeit nicht bis zum Rentenalter (aktuell 67 Jahre) ausführen zu können. Bei den Beschäftigten mit weniger belastenden Aufgaben waren nur 14 Prozent der Auffassung nicht in der Lage zu sein, ihren Beruf bis zum Schluss der gesetzlich festgelegten Erwerbszeit auszuüben.

Fast jeder 5. Arbeitnehmer muss an seinem Arbeitsplatz schwer tragen und Lasten heben. Dieser Zustand hat sich in den letzten 30 Jahren kaum geändert. Besonders in Pflegeberufen, auf Baustellen oder im Handwerk ist körperliche Arbeit kaum zu vermeiden. Gelenkprobleme oder Schmerzen in Armen, Beinen und dem Rücken sind häufig die Folge.

Aber auch psychische Probleme haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Zuviel Stress, Termindruck, eintönige Aufgaben oder zuwenig Anerkennung am Arbeitsplatz belasten mehr als die Hälfte der Beschäftigten. Kommt zu körperlichen und seelischen Belastungen dann noch zu wenig Gestaltungsfreiraum bei der Arbeit hinzu, dann zweifeln sogar 78 Prozent der Befragten daran, in ihrem aktuell ausgeübten Beruf das Rentenalter zu erreichen.

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