Selbst eingeteilte Arbeitszeiten erhöhen Motivation und Leistung

21. März 2011

Unternehmen ohne festgelegte Anwesenheitskultur sind oftmals wettbewerbsfähiger als solche mit starren Zeitvorgaben.

Flexible Arbeitszeiten sind ein aktuelles Thema auf dem Arbeitsmarkt. Doch wie flexibel sind Arbeitgeber tatsächlich, wenn es um die freie Arbeitszeiteinteilung ihrer Mitarbeiter geht? Thomas Sattelberger, Personalchef der Deutschen Telekom, spricht sich in einem auf Zeit Online erschienen Artikel für Schluss mit der Präsenzkultur! aus.

Wenn es nach Thomas Sattelberger ginge, dann sollten Arbeitnehmer selbst entscheiden dürfen, wann sie arbeiten möchten. Seiner Meinung nach fordert der „Übergang von der Industrie- zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft...einen neuen Umgang mit der Zeit“. Vorgesetzte sollten ihren Mitarbeitern vorleben, wie freie Arbeitseinteilung gestaltet werden kann, ohne dass andere schief gucken. Es muss ein Umdenken stattfinden, das eingefahrene Strukturen löst und Platz für neue Zeit-Strategien macht: Egal ob es sich dabei um die Tageszeitarbeit, die Lebenszeitarbeit oder mal eine Auszeit für mehre Monate handelt.

Vorteile der freien Zeiteinteilung für die Mitarbeiter sind in jedem Fall mehr Freiheit bei Entscheidungen, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ein höherer Zufriedenheits- sowie Motivationsfaktor. Auf Arbeitgeberseite ergibt sich dadurch ein verstärkter Fokus auf das Ergebnis der Arbeit und weniger auf den Zeitaufwand, es entstehen weniger Kosten durch Zeit- und Überstundenerfassung. Auch die Produktivität des Unternehmens steigt.

Voraussetzung für eine derartige Maßnahme ist jedoch eine offene Unternehmenskultur. Gegenseitiges Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sowie ein pflichtbewusster und vernünftiger Umgang mit der gewonnenen Freiheit müssen unbedingt gewährleistet sein.

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