Buchtipp: „Ich arbeite in einem Irrenhaus: Vom ganz normalen Büroalltag“

29. Juli 2011

Martin Wehrle beschreibt in seinem Buch kuriose Geschichten über die Arbeitsrealität mancher deutscher Unternehmen.

„Jeder zweite deutsche Arbeitnehmer schämt sich für seine Firma“ – dieser Satz entstammt dem im Januar 2011 erschienenen Buch „Ich arbeite in einem Irrenhaus “ von Martin Wehrle. Dass diese Aussage durchaus stimmig sein kann, belegt er mit vielen Tatsachenberichten rund um Entscheidungen, Abläufe, Machenschaften und Vorgehensweisen in deutschen Betrieben.

Zwar mit Ironie, doch auch mit viel Wahrheitsgehalt legt der Autor den Irrsinn, der in vielen Firmen zum alltäglichen Geschäft gehört, dar: In Form von Erfahrungsberichten verzweifelter Arbeitnehmer, einer Irrenhaus-Ordnung, Illustrationen oder konkreten Beispielen. Er bietet auch einen Selbsttest an, anhand dem der Irrsinn-Quotient des eigenen Arbeitgebers ermittelt werden kann.

Der Leser erfährt, wie er noch vor dem Einstieg in ein neues Arbeitsverhältnis erkennt, wie es in einem Betrieb zugeht – zum Beispiel anhand versteckter Hinweise in der Stellenanzeige. Doch wenn ein Leser begriffen hat, ja, ich arbeite auch in einem Irrenhaus, dann bekommt er von Wehrle „Ausbrecher-Tipps“ an die Hand. Und er ermutigt ihn, auf die eigenen Wünsche, Ansprüche und Wertvorstellungen zu vertrauen und für sich die Situation zu ändern.

Trotz der lustigen Schreibweise, spricht Martin Wehrle ein sehr ernstes Thema an, dass vielen Menschen den Arbeitsalltag schwer macht. Sein Buch ist für beide Seiten hilf- und lehrreich: für die Arbeitnehmer ebenso wie für die Arbeitgeber.

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