Pflegekräfte werden immer rarer, Lösungen dringend gesucht

29. August 2011

Aufgrund des Mangels an Fachkräften in der Altenpflege, ist eine Überlegung die, Personal aus Indien, China, Spanien und Griechenland anzuheuern.

Im Jahr 2030 werden laut einer Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) bis zu 175.000 Fachkräfte in der ambulanten und der stationären Pflege fehlen. Diese Anzahl ist durch angelernte Hilfspflegekräfte nicht zu ersetzen – gut ausgebildetes Altenpflegepersonal ist zwingend notwendig, um ein Maß an Pflegequalität zu gewährleisten.

Aus diesem Grund soll zum einen die Ausbildungsabgabe in der Pflegebranche gesetzlich verpflichtend werden, so die Meinung des Arbeitgeberverbands Pflege, damit mehr Ausbildungsplätze im Bereich Pflege geschaffen werden können. Zum anderen der Verband Fachkräfte aus Indien und China nach Deutschland holen. Auch Jugendliche aus Spanien und Griechenland, die keine Arbeit haben und hier zu Pflegefachkräften ausgebildet werden könnten, sind im Gespräch.

Demgegenüber hat das Institut für Europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft (IEGUS) eine andere Idee: Dort plädiert man für eine „zirkuläre Migration“. Dabei sollen indische Pflegekräfte für einen bestimmten Zeitraum in deutschen Altenheimen beschäftigt werden. Denn gerade in Indien ist der Mangel an qualifizierten Pflegerkräften noch gravierender als in der Bundesrepublik. Durch die Maßnahme des personellen Austausches könnten die Inder das hier gelernte Know-how zu Hause anwenden und verbreiten.

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