Maßnahmen zur Frauenförderung – auf das Ergebnis kommt es an

12. März 2012

Bei der Umsetzung der Frauenquote im Unternehmen zählt nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität.

Anfang März entbrannte eine große Diskussion um den – scheinbar zu geringen – Anteil weiblicher Führungskräfte in deutschen Unternehmen. Im Besonderen ging es dabei um die Tatsache, dass Frauen rund 22 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Deutschland wurde im europäischen Vergleich als Schlusslicht dargestellt. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie der OECD.

Wenig später veröffentlichte auch die Unternehmensberatung McKinsey Ergebnisse einer seit 2007 regelmäßig durchgeführten Untersuchung aus der Reihe „Women Matter“. In der Studie fiel das Fazit viel positiver für Deutschland aus. Zwar landete Deutschland auch hier im (sogar) internationalen Ranking hinsichtlich Frauen in Vorstandpositionen auf dem letzten Platz – doch in Sachen Arbeitsflexibilität (zum Beispiel Arbeitszeiten, Karriere, Kinderbetreuung) lag die Bundesrepublik weit vorne.

Auf Vorstandsebene sind in Deutschland tatsächlich nur zwei Prozent der Mitglieder weiblich, auf Abteilungsleiterebene sind es immerhin 14 Prozent. Im Schnitt sind jedoch 31 Prozent der Belegschaft Frauen. Und damit liegt die Bundesrepublik im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn im guten Mittelfeld.

Ganze 66 Prozent der großen Unternehmen in Europa setzen auf diverse Maßnahmen, um Frauen zu fördern. Doch Bettina Orlopp von McKinsey vertritt die Meinung, dass „nicht die Anzahl der Programme, sondern die richtige Auswahl und die Qualität der Umsetzung“ zählen.

McKinsey sieht in Bezug auf einen höheren Anteil an Frauen in Führungspositionen die Beachtung folgender Punkte als erfolgsversprechend: die Kultur der Vielfalt, transparentes Talentmanagement sowie strategisches Controlling.

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