Existenzgründungen Arbeitsloser schaffen zusätzliche Arbeitsplätze

28. März 2012

Eine Studie der Eidgenössisch Technischen Hochschule Lausanne (ETH) zeigt, dass Unternehmen, die von Arbeitslosen gegründet werden, nachhaltig Arbeitsplätze schaffen können.

In Zusammenarbeit mit den Arbeitsagenturen in der Schweiz sowie in Deutschland, Belgien und Frankreich, hat die ETH eine Studie veröffentlicht, die Auswirkungen von Unternehmensgründungen auf den Arbeitsmarkt beleuchtet.

Die Ergebnisse der Umfrage, die bei rund 48.000 Unternehmen ehemals Arbeitsloser durchgeführt wurde, sind positiv: In der Schweiz waren drei Jahre nach Gründung 88,7 Prozent der Unternehmen noch am Markt aktiv, gefolgt von Deutschland mit 87 Prozent und Belgien mit 77,7 Prozent. Lediglich im Hightech-Sektor waren nach fünf Jahren mehr als die Hälfte der Unternehmen vom Markt verschwunden.

Als weiteres positives Merkmal wird die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse gesehen, die aus den Gründungen hervorgingen: Neben dem Unternehmensinhaber sind im Durchschnitt 2,2 Menschen in den neuen Betrieben tätig.

Marc Gruber, Professor für Entrepreneurship und Leiter der Studie erwartet, dass der Staat Gründungen, die aus der Arbeitslosigkeit heraus entstehen, auch weiterhin unterstützt: „Der Staat hilft arbeitslosen Menschen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Unsere Studie zeigt, dass dies eine sinnvolle Investition ist. Die Eingliederung von Arbeitslosen in die Arbeitswelt und somit auch in die Gesellschaft ist hier oft ein Erfolg.“

investor relations