Psychologischer Vertrag im Unternehmen

13. März 2013

Das Schweizer HR-Barometer 2012 zeigt, wie wichtig eine Vertrauenskultur zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist.

Die Themen „Fehlverhalten und Courage“ sind die Schwerpunkte des Schweizer HR-Barometer 2012. Beides hängt laut Studie voneinander ab. Die Ergebnisse zeigen, dass das Fehlverhalten deutlich niedriger ist, wenn die Courage, also der Mut Missstände im Unternehmen oder im Verhalten eines Vorsitzenden offen anzusprechen, innerhalb der Belegschaft vorhanden ist. Fehlverhalten von Mitarbeitern kann sich in Form von Diebstahl des Firmeneigentums, Weitergabe von vertraulichen Informationen, absichtlichem Zuspätkommen oder sexueller Belästigung ausdrücken.

Eine wichtige Grundvoraussetzung ist deshalb eine Vertrauenskultur im Unternehmen sowie die Einhaltung des psychologischen Vertrags. Ein psychologischer Vertrag ist

neben dem (juristischen) Arbeitsvertrag Teil des Beziehungsverhältnisses zwischen Arbeitnehmer und arbeitgebendem Unternehmen. Bestandteile sind wechselseitige Erwartungen wie loyales Verhalten, faire Behandlung usw., die im Arbeitsvertrag nur unzulänglich oder überhaupt nicht verankert werden können, für das Engagement und die Arbeitsleistung aber gleichwohl entscheidende Bedeutung erlangen.“

(Quelle: Gabler Wirtschaftslexikon)

Wird der psychologische Vertrag eingehalten und die durch ihn geschürten Arbeitnehmererwartungen (zum Beispiel Arbeitsplatzsicherheit) erfüllt, entstehen Sicherheit und Offenheit sowie die Bereitschaft unangenehme Themen zeitnah anzusprechen. Das sorgt für Vertrauen, das sich positiv im gegenseitigen Miteinander im Unternehmen auswirkt.

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