Kleine Auszeit im Büro: Die Stille Stunde

15. April 2013

Wer sich regelmäßig frei von Telefon, Mails oder anderen Störfaktoren macht, der gewinnt Zeit, leistet bessere Arbeit und wird insgesamt zufriedener.

Das Telefon klingelt, eine hereinkommende E-Mail tönt, der Kollege hat eine wichtige Frage und heute Nachmittag möchte der Kunde das Angebot auf dem Tisch haben. In so einem Moment ist an konzentrierte Arbeit jedoch nicht zu denken. Die Lösung wäre, sich eine Auszeit zu nehmen und eine sogenannte Stille Stunde einzuräumen. Oftmals reicht auch eine stille halbe Stunde, ein andermal muss es ein ganzer stiller Vormittag sein, um Liegengebliebenes zu erledigen oder wichtige Projekte zu bearbeiten.

Die Universität des Saarlandes untersuchte anhand einer Feldstudie Sinn oder Unsinn des Nehmens einer bewussten Auszeit, um in Ruhe und ohne Unterbrechung arbeiten zu können. Für die Studie wurden 27 Manager gebeten, zwei Wochen lang ihre Arbeit und ihre Leistung zu protokollieren. Sie sollten beurteilen, wie sich diese durch das Einhalten einer regelmäßigen Stillen Stunde veränderten.

Die Ergebnisse waren eindeutig: Die Manager gaben an, dass sich die Qualität und Effizienz ihrer Arbeit verbessert hätte, sie produktiver arbeiten konnten und anschließend mit einem guten Gefühl in den restlichen Tag gingen. Einige der Teilnehmer haben den Wert der Stillen Stunde für ihre Arbeit entdeckt und planen sie nun jeden Tag ein.

Nicht jeder, der berufstätig ist, wird es schaffen, sich wirklich jeden Tag stille Zeit freizuschaufeln. Aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist: Schon ein oder zwei Mal in der Woche ungestört und konzentriert zu arbeiten, erhöht laut Studie die eigene Zufriedenheit.

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