Powernapping: Ein Schläfchen in Ehren ...

15. Mai 2013

... kann niemand verwehren. Schließlich macht eine halbe Stunde Auszeit wieder fit und steigert die Konzentration.

Nachmittags überfällt fast jeden die Müdigkeit. Auch ein schweres Mittagessen fördert das Bedürfnis nach einem Nickerchen. Ältere Menschen und Kinder verhalten sich dann oft richtig: Sie legen sich einfach eine Weile aufs Ohr. Doch als Arbeitnehmer ist das in der Regel nicht möglich. Ein paar Tassen Kaffee müssen meist ausreichen, um das Tief zu überbrücken.

Dabei ist ein kurzer Tagschlaf, auch Powernapping genannt, Gold wert. Bereits eine halbe Stunde Schlaf gibt wieder Kraft und neue Konzentration und Leistungsfähigkeit. Länger sollte die nachmittägliche Auszeit allerdings nicht dauern. Ansonsten wird die Schlafphase zu tief und genau das Gegenteil tritt ein: Man fühlt sich noch schlapper als zuvor.

In der ARD-Sendung Kopfball wurde dieses Phänomen einmal untersucht. Eine Probandin hielt eine halbe Stunde Powernapping, eine andere machte einen länger andauernden Mittagschlaf. Erstere war anschließend topfit, die Zweite fühlte sich danach zunächst gerädert. Beide mussten vor und nach dem Experiment jeweils Aufmerksamkeitstests am Rechner durchführen. Anfangs schnitten beide Teilnehmerinnen mäßig ab. Doch nach der Auszeit waren die Ergebnisse von Probandin Eins sehr viel besser als zuvor, die von Probandin Zwei dagegen um einiges schlechter.

Auch wenn ein Nickerchen am Nachmittag – und dann auch noch bei der Arbeit – in unserer leistungsgetriebenen Gesellschaft in der Regel verschmäht wird, könnte es auf lange Sicht allen dienen. Den Arbeitnehmern, weil sie kurz mal zur Ruhe kommen und neue Power tanken könnten, den Arbeitgebern, weil sie fitte und leistungsfähige Mitarbeiter hätten. Die Spanier und Japaner können schließlich nicht irren: Sie machen schon lange Siesta beziehungsweise Inemuri.

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