Spätstarter: Erstausbildung für Erwachsene

22. Juli 2013

Die Bundesregierung möchte mit einer Kampagne Erwachsene ohne Berufsabschluss für eine Ausbildung gewinnen.

In der Bundesrepublik Deutschland leben mehr als eine halbe Million erwachsene Menschen, die keine Berufsausbildung beziehungsweise einen beruflichen Abschluss haben. Da der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften in den kommenden Jahren und Jahrzehnten stetig größer werden wird, möchte die Bundesregierung auch diejenigen, die bereits zwischen 25 und 35 Jahre alt sind und keinen Berufsabschluss haben, unterstützen. Nicht zuletzt, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken.

Deshalb wurde die Kampagne AusBILDUNG wird was – Spätstarter gesucht ins Leben gerufen. Das Ziel der Kampagne ist, innerhalb der nächsten drei Jahre 100.000 junge Erwachsene in ein Ausbildungsverhältnis zu bringen. Um das zu realisieren, sind vor allem Betriebe aus den Bereichen Wirtschaft und Verwaltung gefragt, die bereit sind, ihren Fachkräfte- und Qualifizierungsbedarf durch Erwachsene mit später Erstausbildung zu decken.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat im Rahmen seines jährlichen Qualifizierungspanels ermittelt, dass weit mehr als die Hälfte der deutschen Betriebe bisher keine Notwendigkeit sieht, spezielle Maßnahmen bezüglich ihres Personalbedarfs zu ergreifen. Aufgeschlossen gegenüber der Nachqualifizierung junger Erwachsener waren 10,9 Prozent der Befragten.

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