Bei Eintritt in das Berufsleben werden in der Regel die ersten eigenen Versicherungsverträge abgeschlossen – doch welche sind ratsam?

Es gibt Versicherungen, die absolut notwendig sind. Andere hingegen schmälern dagegen nur das zu Beginn der Berufstätigkeit ohnehin nicht so üppige Salär. Deshalb ist es ratsam, im Vorfeld zu prüfen wie hoch das jeweilige Risiko ist, gegen das man sich versichern möchte.

Eine Versicherung steht in jedem Falle ganz oben auf der Liste der notwendigen und ist in Deutschland obligatorisch: die Krankenversicherung. Berufsanfänger sind in der Regel bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert, da die Schwelle zum Eintritt in eine private KV bei einem Mindesteinkommen von 52.000 Euro pro Jahr liegt (bei mindestens einem Jahr Erwerbstätigkeit). Es gibt eine Vielzahl an gesetzlichen KV, die alle einen gleichen oder ähnlich hohen Versicherungssatz haben. Daher sollte man die angebotenen Zusatzleistungen bei der Wahl besonders berücksichtigen. Eine persönliche Beratung in den Geschäftsstellen vor Ort bieten fast alle Krankenversicherungen an.

Während man in der Ausbildung noch durch die elterliche Haftpflichtversicherung vor den Kosten für Sach- und Personenschäden geschützt ist, müssen Berufsanfänger jetzt selber vorsorgen. Bei der Wahl ist hier besonders darauf zu achten, dass die Versicherungssumme angemessen ist. Fünf Millionen Euro sollten es jedoch sein. Eine entsprechende Haftpflichtversicherung kostet im Jahr zwischen 60 und 70 Euro.

Auch wenn der Start ins Berufsleben in relativ jungen Jahren beginnt, sollte zudem an eine Unfallversicherung sowie eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BUV) gedacht werden. Auch junge Erwachsene sind nicht davor gefeit, einen Unfall zu erleiden oder schwer zu erkranken.

Eine private BUV sollte jedoch auf jeden Fall erst nach einer sorgfältigen persönlichen Beratung abgeschlossen werden. Diese bildet das Arbeitsumfeld und die möglichen Konsequenzen einer Unfähigkeit ab. So ist ein Dachdecker sehr viel eher nicht mehr in der Lage, seinem Beruf nachzugehen als ein Sachbearbeiter, der den Tag am Schreibtisch verbringt.