Beruf oder Berufung?

23. April 2014

Soll Arbeit den Lebensunterhalt sichern oder der Selbstverwirklichung dienen? Idealerweise beides.

Jeder Mensch möchte aus seinem Leben etwas Besonderes machen. Und die Arbeit spielt hierbei eine große Rolle. Karriere, Erfolg, aber auch Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung sind Schlagworte, die wichtig sind – dem einen mehr, dem anderen weniger. Für den einen ist der Brötchenerwerb die Ausübung eines Berufes, für den anderen gleichzeitig seine Berufung.

ZEIT ONLINE veröffentlichte Anfang April einen Artikel, der den schmalen Grat zwischen Beruf und Berufung beleuchtet. Derjenige, der einen Beruf ausübt, um Karriere zu machen, trennt ganz klar Arbeit und Leben voneinander ab. Das eine findet hier, das andere dort statt. Für jemanden jedoch, der sich zu seinen Aufgaben berufen fühlt, ist diese Trennung nicht nötig. Für ihn sind Arbeiten und Leben gleichbedeutend.

Letzteres ist für Arbeitgeber ebenso wie für Arbeitnehmer natürlich der Idealfall: „Für den Arbeitgeber, weil der Angestellte vor lauter Spaß das Stempeln vergisst. Und für den Arbeitnehmer, weil er vor lauter Spaß die Arbeit vergisst“, schreibt ZEIT ONLINE dazu.

Auf lange Zeit glücklich und zufrieden wird vermutlich der sein, dem seine tägliche Arbeit nicht nur finanzielle, sondern auch emotionale Einnahmen bringt. Zwar lauert dann die Gefahr, dass neben der Arbeit nicht viel Zeit für andere Dinge bleibt. Aber ob das überhaupt noch wichtig ist, wenn Work und Life ja sowieso schon in Balance sind?

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