Regeln zur Beschäftigung von Ferienjobbern

23. Juli 2014

Viele Unternehmen stellen in den Sommermonaten für kurze Zeit zusätzliches Personal ein. Um die sogenannten Ferienjobber jedoch wertvoll einsetzen zu können, müssen arbeitsrechtlich mehrere Punkte berücksichtigt werden.

Um die oftmals saisonal beschäftigten Mitarbeiter rechtgemäß einzusetzen, ist es wichtig die rechtlich geltenden Vorgaben einzuhalten.

Generell sind kurzfristige Beschäftigungen für den Arbeitgeber sozialversicherungsfrei, das heißt der Arbeitgeber muss – wie auch bei einer geringfügigen Beschäftigung – keine Beiträge zur Sozial-, Kranken- und Rentenversicherung leisten. Jedoch ist der Arbeitslohn bei einer kurzfristigen Beschäftigung zu versteuern.

Daher gilt es, die Dauer des kurzzeitigen Arbeitsverhältnisses vor Beginn der Beschäftigung zeitlich zu befristen (maximal zwölf Monate). Hierzu gibt das SGB IV (Sozialgesetzbuch Viertes Buch) die einzuhaltende Dauer einer kurzfristigen Beschäftigung vor. Laut § 8 Absatz 1 Nr. 2 SGB IV darf ein Ferienjobber im laufenden Kalenderjahr nicht mehr als zwei Monate oder 50 Arbeitstage arbeiten. Wird dies überschritten, ist das Arbeitsverhältnis nicht mehr sozialversicherungsfrei. Um sicher zu gehen, dass die gesetzlich vorgegebene Dauer des Arbeitsverhältnisses eingehalten wird, sollte darauf geachtet werden, dass der Mitarbeiter nicht bereits anderweitig kurzfristig angestellt ist. Denn bei der Beurteilung, ob eine Befreiung von Sozialabgaben besteht, werden alle kurzfristigen Tätigkeiten eines Kalenderjahres addiert.

Arbeitsrechtlich betrachtet haben kurzzeitig Beschäftigte generell die gleichen Rechte wie alle Arbeitnehmer bis auf kleine Abweichungen. Beispielsweise hat ein Ferienjobber Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung, wenn er krankheitsbedingt ausfällt – jedoch nur, wenn das Arbeitsverhältnis bereits seit vier Wochen besteht (§ 3 Entgeltfortzahlungsgesetz). Des Weiteren haben kurzfristig Beschäftigte Mitarbeiter einen Teilurlaubsanspruch, so das Bundesurlaubgesetz (§ 5 Abs. 1b BUrlG).

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