Schadensersatz nach Falschaussage

17. Oktober 2014

Wird einem Bewerber die neue Arbeitsstelle aufgrund unwahrer Behauptungen vom ehemaligen Vorgesetzen verwehrt, kann dieser das alte Unternehmen auf Schadensersatz verklagen.

Während des Bewerbungsprozesses setzen viele Personaler darauf – zusätzlich zum Arbeitszeugnis – ein Gespräch mit dem ehemaligen Arbeitgeber des Bewerbers zu führen. Dies gilt insbesondere bei Bewerbungen von Quereinsteigern, die meist nicht allen Anforderungen entsprechen. Doch hier ist Vorsicht geboten: Personaler dürfen den ehemaligen Arbeitgeber nur dann kontaktieren, wenn der Bewerber damit einverstanden ist. Zusätzlich hat der Bewerber das Recht, den Umfang der eingeforderten Informationen selbst zu bestimmen.

Äußert sich der frühere Vorgesetzte über den Bewerber jedoch negativ und erteilt zudem schuldhafte und unzulässige Auskünfte, infolgedessen sich der potentielle neue Arbeitgeber von einer Einstellung distanziert, kann der Bewerber von seinem ehemaligen Arbeitgeber Schadensersatz verlangen. Im Falle einer Schadensersatzforderung muss der ehemalige Mitarbeiter jedoch beweisen können, dass ausschließlich die fehlerhaften Aussagen des früheren Vorgesetzten zu einer Nichteinstellung geführt haben. Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, dass sich am Ende des Arbeitsverhältnisses Arbeitgeber und Arbeitnehmer einvernehmlich auf Umfang und Inhalt weiterer Auskünfte einigen.

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