Geschäftskontakte auf Xing und Co. – was, wenn der Mitarbeiter geht?

16. Februar 2015

Der Mitarbeiter geht und somit auch seine Geschäftskontakte aus den Sozialen Netzwerken. Geht das? Das Arbeitsrecht tappt noch im Dunkeln. 

In Zeiten, in denen das Netzwerken in den Sozialen Medien für den Arbeitsalltag vieler Arbeitnehmer kaum mehr wegzudenken ist, kommt die Frage auf, was mit all den gewonnen Geschäftskontakten geschieht, nachdem ein Mitarbeiter das Unternehmen verlassen hat. Besonders im Vertrieb ist das Sammeln von Kontakten auf Xing und Co. inzwischen unerlässlich. Hat der Arbeitgeber das Recht, nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses die Passwörter und Benutzerkonten des Mitarbeiters einzufordern? Denn fallen die wichtigen Kontakte weg, kann es unter Umständen durchaus zu Geschäftseinbrüchen kommen. Was ist privat und was ist geschäftlich – die Grenze scheint noch nicht klar definiert zu sein. Das Arbeitsrecht ist bezüglich der Handhabung von Geschäftskontakten in den Sozialen Netzwerken noch nicht ausgereift. Arbeitsrechtler raten daher, bereits im Arbeitsvertrag klare Regeln zum Umgang mit den Social Media Daten festzulegen, um sicher zu gehen, dass durch eine Kündigung nicht auch der Zugang zu den Kontakten verloren geht. 

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