Berufsausbildungen werden immer uninteressanter

Das Ergebnis des aktuellen Berufsbildungsberichts zeigt: Im Jahr 2014 wurden so wenig Lehrstellen wie noch nie besetzt. Für die Unternehmen ist dies eine Herausforderung. Die Bildungsministerin fordert die Betriebe auf, Lehrstellen attraktiver zu gestalten.

Im vergangenen Jahr wurden so wenige Ausbildungsplätze besetzt, wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Im Vergleich: 2007 wurden 100.000 Ausbildungsverträge mehr abgeschlossen als es 2014 mit nur circa 522.200 abgeschlossenen Ausbildungsverträgen der Fall war. Die Gründe für den drastischen Rückgang sieht das Bundesbildungsministerium in den sinkenden Schulabgänger-Zahlen und in dem wachsenden Interesse der Schulabgänger, ein Studium zu beginnen. Der Beweis liegt vor: Bereits 2013 war die Zahl der Studienanfänger höher, als die der Ausbildungsanfänger. Bildungsministerin  Johanna Wanka (CDU) fordert daher: „Die gesellschaftliche Wertschätzung der dualen Ausbildung zu erhöhen.“ Insbesondere die  Unternehmen sollen ihre Lehrstellen für Schulabgänger wieder interessanter gestalten. Die Gewerkschaften sehen den Miesepeter in der Wirtschaft. Ihrer Meinung nach, vernachlässigt die Wirtschaft die Ausbildung gravierend.

Der ausführlichen Berufsbildungsbericht 2015 steht unter folgendem Link zum Download bereit.  

Wie es um die Qualifikation von Nachwuchskräften wirklich steht, damit beschäftigt sich auch eine Umfrage des randstadkorrespondent. Berichten Sie uns Ihre Erfahrungen, indem Sie teilnehmen. Hier geht’s direkt zur Umfrage.