Der Winter ist in Deutschland eingekehrt – wer wegen Schnee und Eis zu spät zur Arbeit kommt, sollte nicht immer auf die Toleranz des Arbeitgebers setzen.

Der Zug fällt aus oder verspätet sich und auf den Straßen herrscht Verkehrschaos. Kommt ein Mitarbeiter aufgrund höherer Gewalt zu spät zum Arbeitsplatz, muss der Arbeitgeber nicht immer verständnisvoll reagieren.

Gerade in Branchen, in denen ein hoher Termindruck besteht, kann der Arbeitgeber von dem zu spät gekommenen Arbeitnehmer eine Nachholzeit der verpassten Arbeitszeit verlangen. Wird die versäumte Arbeitszeit nicht nachgeholt, muss der Arbeitnehmer zudem mit einer Kürzung des Gehaltes rechnen – im Ausnahmefall sogar mit einer Abmahnung.
Arbeitsrechtler unterscheiden hierbei je nach Ausgangssituation des Zuspätkommens. Wird der Arbeitnehmer auf dem Weg zur Arbeit von, beispielsweise einem Unwetter überrascht oder fällt der Zug unplanmäßig aus, ist eine Abmahnung unangebracht. Weiß der Arbeitnehmer aber am Vorabend, dass es durch ein Unwetter oder eine langanhaltende Baustelle zu Behinderungen auf dem Arbeitsweg kommen kann und verspätet sich dennoch, kann der Mitarbeiter vom Arbeitgeber abgemahnt werden. Grundsätzlich gilt: Ist auf dem Weg zur Arbeit eine Verspätung bereits vorhersehbar, lohnt es sich den Arbeitgeber direkt zu informieren und aus Eigeninitiative Vorschläge für das Nachholen der verpassten Arbeitszeit zu machen.