Tiere am Arbeitsplatz sind nicht nur gesellige „Mitarbeiter“, sondern senken nachweislich die Stresshormone ihrer menschlichen Kollegen.

Im Interview mit Spiegel Online berichtet Markus Beyer, Vorsitzender des Bundesverbandes Bürohund e.V., warum Hunde am Arbeitsplatz so wichtig für die Gesundheit der Belegschaft sind. Bereits vor einigen Jahren hat die schwedische Wissenschaftlerin Linda Handlin bewiesen, dass die Interaktion mit einem Hund die Stresshormone im menschlichen Körper nachweislich senkt. Der Grund ist die Ausschüttung des Liebes- und Bindungshormons Oxytocin, dass normalerweise beim zwischenmenschlichen Kontakt im Körper gebildet wird. In ihrem Forschungsprojekt fand Handlin heraus, dass Oxytocin auch bei Hundehaltern und bei deren Hunden ausgeschüttet wird, wenn diese miteinander agieren. Und auch Markus Beyer ist von der positiven Wirkung von Tieren am Arbeitsplatz überzeugt: „Ein Hund ist ein natürlicher Weg, Burn-outs zu vermeiden. Das Betriebsklima wird besser, weil ein höherer Oxytocinlevel uns empathischer und loyaler macht...“. Die zusätzliche Bewegung wie das kurze Ausführen und die eine oder andere Streichel- und Spieleinheit unterbricht die alltäglichen Abläufe, die die Mitarbeiter auf Dauer krank machen, so Beyer. Entscheidet sich ein Unternehmen für einen Bürohund, sollte jedoch eine Dog Policy aufgesetzt werden, die klare Regeln zur Haftung für das Tier aufstellt. Darin sollte unter anderem festgelegt sein, dass das Herrchen eine Haftpflichtversicherung abschließt und für die Sauberkeit und Gesundheit des Tieres zu sorgen hat, rät Beyer. Bevor jedoch sämtliche Tierschützer aufschreien: „Der Hund darf niemals bloßes Mittel zum Zweck des Stressabbaus sein. Der Hund muss ein Mitglied des Teams sein.“, betont der Vorsitzende des Bundesverbandes Bürohund.