Wie viele Emotionen sind im Job erlaubt?

8. Juli 2016

Emotionen gehören zum Arbeitsalltag dazu. Doch wirkt sich zu große Emotionalität nachteilig auf die Karriere aus? 

Männer und Frauen gehen auf verschiedenste Weise mit ihren Emotionen um. Dass sie für ihre Gefühlsäußerungen zudem unterschiedlich bewertet werden, hat nun eine Studie bewiesen.
Männer, die sich emotional zurückhalten, werden von anderen als kompetent wahrgenommen, so die Wissenschaftler. Anders sieht es bei den Frauen aus. Ihnen wird zugestanden, ihre Emotionen auch am Arbeitsplatz offener zu zeigen. Interessant ist hier, dass sich ihr Verhalten nicht negativ auf den Job auswirkt. Die Forscher gehen mit ihren Aussagen sogar noch ein Stück weiter. Ein „emotionsloses“ Verhalten wird Frauen eher negativ ausgelegt, denn es entspricht nicht den gelernten Erwartungen. Nach einem Experiment, bei dem Männer wie Frauen gleich rational und kontrolliert auf harsche Kritik reagierten, beurteilten die Probanden das Verhalten der Frauen als kalt und unglaubwürdig. Vorurteile und Klischees haben hier offensichtlich ganze Arbeit geleistet. In westlichen Kulturkreisen haftet Frauen das Klischee an, ihren Gefühlen gerne freien Lauf zu lassen, während von Männer die Kontrolle über ihre Gefühle erwartet wird. Entsprechend werden emotionale Reaktionen von Frauen und Männer unterschiedlich bewertet.

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