Privates Smartphone am Arbeitsplatz

30. September 2016

Mobiltelefone sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das gilt sowohl für den Privat- als auch den Arbeitsbereich. Doch wie sieht es bei der privaten Nutzung von Handys im Arbeitsalltag aus? Was ist erlaubt und was nicht?

Hand aufs Herz. Jeder hat schon einmal während der Arbeitszeit mit dem privaten Mobiltelefon telefoniert oder private E-Mails geschrieben. Kein Wunder, verbringen die meisten Beschäftigten doch die meiste Zeit des Tages auf Arbeit, den Nachtschlaf einmal ausgenommen. Doch inwieweit ist die private Nutzung des Handys im Arbeitsalltag erlaubt?

Wer während der Arbeitszeit nur kurz sein Handy für private Zwecke nutzt, dem wird das nur schwer nachzuweisen sein beziehungsweise nur selten wird ihm ein Vorwurf gemacht werden können. Eine nachweislich ausgiebige Nutzung kommt jedoch einem Arbeitszeitbetrug gleich, welcher eine Kündigung zur Folge haben kann. Die Arbeitszeit ist für die Vollbringung der vertraglich vereinbarten Leistung gedacht, welche auch entsprechend bezahlt wird.

Ein grundsätzliches Verbot von privaten Telefonen ist nur in Ausnahmen möglich, zum Beispiel, wenn hierdurch Produktionsabläufe oder empfindliche Messinstrumente gestört werden. Ob die Kontrolle des Nutzungsverhaltens durch den Arbeitgeber rechtens ist, ist nicht eindeutig zu beantworten. Hierbei muss stets zwischen den Interessen des Arbeitgebers und dem Recht auf Privatsphäre der Mitarbeiter abgewogen werden.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen, die das Führen von privaten Telefongesprächen oder das Versenden von privaten Nachrichten erlauben. Hat sich beispielsweise das eigene Kind in der Schule verletzt oder ist kurzfristig eine ausreichende Kinderbetreuung nicht mehr sichergestellt, kann dies als Notfall bezeichnet werden. In diesem Fall liegt ein unvorhersehbares Ereignis vor, welches ein schnelles Handeln erfordert.

Ist der Akku des privaten Mobiltelefons leer, darf es nicht ohne weiteres am Arbeitsplatz aufgeladen werden. Der Strom ist in diesem Fall als Betriebsmittel anzusehen und darf nur mit dem Einverständnis des Arbeitgebers für private Zwecke genutzt werden.

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