Informatives zur Flexi-Rente

20. Februar 2017

Der neue Gesetzesentwurf zur Flexi-Rente schafft den Anreiz, gleichzeitig früher eine Teilrente zu erhalten und länger zu arbeiten. Hier die Änderungen im Überblick.

Bisher wurde vom Alter des Rentners abgängig gemacht, wie viel zur Rente dazu verdient werden darf. Nach erreichen der sogenannten Regelaltersgrenze dürfen Ruheständler  unbegrenzt dazuverdienen. Diese starren Zuverdienstgrenzen entfallen nun mit der Flexi-Rente. Es wird hierdurch die – bis jetzt nicht stark genutzte – Teilrente gestärkt. 

Ab Juli 2017 können Rentenempfänger nun jährlich 6.300 Euro anrechnungsfrei hinzuverdienen. Die Zuverdienstgrenze wurde von monatlich auf jährlich abgeändert. Beispielsweise besteht nun die Möglichkeit, an drei Monaten im Jahr je 2.100 Euro dazuzuverdienen anstatt wie bislang höchstens 450 Euro pro Monat beziehungsweise 900 Euro in maximal zwei dieser Monate im Jahr.

Alle darüber liegenden Einkünfte werden künftig mit 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Hier ist jedoch der sogenannte „Zuverdienstdeckel“ zu beachten. Dieser gilt als Obergrenze des Zuverdienstes und orientiert sich am höchsten Bruttoeinkommen innerhalb der letzten 15 Jahre vor dem Renteneintritt.

Als Anreiz für Arbeitgeber entfällt der Arbeitgeberbeitrag zur Arbeitslosenversicherung all der  Arbeitnehmer, die die Regelaltersgrenze erreicht haben. Dies ist aktuell jedoch befristet auf fünf Jahre.

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