Beförderung: Elternzeit keine Benachteiligung

13. September 2017

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden: Arbeitnehmern darf eine vor der Elternzeit zugesprochene Beförderung nicht verweigert werden.

Der Fall: Eine Beamtin wurde befördert. Noch bevor sie die neue Position antreten konnte, ging sie in Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Als sie nach ihrer Rückkehr die ihr zugesprochene Stelle antreten wollte, verweigerte ihr Arbeitgeber die zugesagte Beförderung und verwies sie auf ihre alte Arbeitsstelle. Es kam zu einem Rechtsstreit.

Die klagende Beamtin bekam den Zuspruch der Luxemburger Richter, die der Meinung sind, dass sich weder Mutterschutz noch Elternzeit negativ auf das Arbeitsverhältnis auswirken dürfen. Werde einem Mitarbeiter – unabhängig von Geschlecht – vor der Elternzeit eine Beförderung zugesagt, so hat der Arbeitgeber nach dessen Rückkehr diese oder eine gleichwertige Stelle zur Verfügung zu stellen. 

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