Arbeitsrecht: Welche Rechte haben Eltern bei erkrankten Kindern?

13. Oktober 2017

Bei der Erkrankung des eigenen Kindes sieht das Arbeitsrecht vor, dass die berufstätigen Eltern ein paar Tage zuhause bleiben dürfen – aber nicht, ohne ein paar wesentliche Punkte dabei zu beachten.

Eltern können sich von der Arbeit freistellen lassen, wenn die eigenen Kinder unter 12 Jahre alt sind. Vorausgesetzt, keine andere im Haushalt lebende Person kann das Kind betreuen. Zusätzlich muss eine ärztliche Bescheinigung vorliegen, die bestätigt, dass die Pflege des erkrankten Kindes erforderlich ist. Sind beide Elternteile berufstätig, haben sie bei einer Pflegebedürftigkeit ihres Kindes einen Anspruch auf jeweils maximal zehn Freistellungstage pro Jahr. Bei Alleinerziehenden liegt die Grenze bei 25 Arbeitstagen pro Jahr.

Wichtig ist: Auch wenn im Arbeitsvertrag bezüglich der eigenen Krankmeldung andere Fristen stehen, wird bei einem erkrankten Kind eine Krankschreibung bereits ab dem ersten Tag benötigt. Denn häufig übernimmt die Krankenkasse die „Lohnfortzahlung“ ab dem ersten Tag und muss entsprechend früh informiert werden. Sozialversicherte Beschäftigte haben einen Anspruch auf ein sogenanntes Kinderkrankengeld. Der Arbeitgeber ist übrigens nicht verpflichtet die Bezüge weiterzuzahlen. Es sei denn, im Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag sind andere Regelungen vereinbart.

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