Randstad-ifo Personalleiter-Befragung

Die in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz - informieren Sie sich über die neuesten Ergebnisse hier!

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Die in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz. Im Rahmen der Umfrage werden zusätzlich aktuelle Personalthemen aufgegriffen.

Im 3. Quartal 2017 dreht sich die Sonderfrage darum, wie sich im Bundestagswahlkampf thematisierte Maßnahmen auf den Personalbestand von Unternehmen auswirken könnten.

Auswertung Sonderfrage

Wahlkampfthemen zu Arbeitszeiten, Arbeitsrecht und Integration

Knapp zwei Drittel aller Befragten Personalleiter rechnen mit einem steigenden Personalbestand im eigenen Unternehmen, ein Drittel fürchtet dagegen Personalabbau.

Die Themenschwerpunkte von Politik und Unternehmen sind nicht deckungsgleich. Die Themen Mindestlohn, Arbeitszeitregelungen, Kündigungsschutz und Fachkräftemangel sind den Unternehmen wichtig, wurden aber im Bundestagswahlkamp kaum angesprochen.

26% der befragten Personalleiter gaben an, dass die regelmäßige tägliche Arbeitszeit für Vollbeschäftigte in ihrem Unternehmen unter acht Stunden liegt, bei 13% liegt sie darüber. Eine Lockerung der gesetzlichen Rahmenbedingungen würde bei knapp zwei Drittel der Unternehmen keinen Unterschied machen, ein Drittel würde die Arbeitszeit auf acht bis zehn Stunden erhöhen und etwa 5% würden mehr als zehn Stunden draufschlagen.

Den Vorschlag der Politik zur flexiblen Vollzeit nimmt ein Drittel der Personalleiter positiv auf. Im Wahlkampf wurden auch Langzeitkonten thematisiert, mit denen Arbeitnehmer Arbeitszeit-Guthaben langfristig und betriebsübergreifend sammeln und bei Bedarf einlösen können. 37% erwarten daraus einen Personalanstieg, 8% erwarten einen Rückgang. Unabhängig von Langzeitkonten wurde auch das Recht auf zwei nicht aufeinanderfolgende Sabbatjahre diskutiert. Ein Viertel rechnet bei diesem Vorschlag mit einer positiven Personalentwicklung, knapp ein Fünftel mit einer negativen. Beim Thema Recht auf Teilzeit sehen Personalleiter mehr Chancen als Risiken. 34% rechnen mit Personalzuwachs, 21% mit einem sinkenden Personalstand.  

Überwiegend kritisch wird dagegen das Recht auf Rückkehr in Vollzeit gesehen: 32% erwarten negative Effekte. Mit steigender Unternehmensgröße wächst auch die Skepsis gegenüber dem Vorschlag.

Personalleiter fordern Bürokratieabbau bei der Einstellung von Migranten und Geflüchteten sowie mehr Sicherheit bei der Arbeitserlaubnis. Ein Vorschlag aus der Politik im Wahlkampf ist das Einwanderungspunktesystem, nachdem die Qualifikationen von Zuwanderern als Grundlage für die Erteilung einer Arbeitsgenehmigung dient. Diesem Konzept stehen 23% positiv gegenüber, 3% sehen es negativ.

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 3. Quartal 2017

Außerdem wird im Rahmen des Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen. Mit 97% flexibilisieren fast alle Unternehmen das eigene Personalmanagement über einen Auf- und Abbau von Überstunden. Sehr häufig werden aber auch Arbeitszeitkonten (89%) eingesetzt. Zudem werden innerbetriebliche Umsetzungen (84%) und befristete Verträge (72%) oft genutzt. Die Beschäftigungsmodelle Zeitarbeit (55%), Outsourcing (45%) und freie Mitarbeit (47%) finden etwas weniger Anwendung.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Überstunden
  • Arbeitszeitkonten
  • Innerbetriebliche Umsetzung
  • Befristete Verträge
  • Minijobs
  • Zeitarbeit
  • Outsourcing
  • Freie Mitarbeiter

Berichtsband Q3 2017

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad Personalleiter-Befragung zum Download.

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