Randstad-ifo Personalleiter-Befragung

Die in Kooperation von Randstad und ifo Institut durchgeführte Randstad ifo Personalleiterbefragung zeigt die Bedeutung von Flexibilisierungsinstrumenten für die deutsche Wirtschaft. Die aktuelle Sonderfrage betrifft die Bedeutung von Weiterbildungsmaßnahmen in Unternehmen. Informieren Sie sich hier über die neuesten Ergebnisse!

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig etwa 1000 Personalleiter in Deutschland. Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Zudem werden in wechselnden Sonderfragen aktuelle arbeitsmarktrelevante Fragestellungen untersucht. Die aktuelle Sonderfrage beschäftigt sich mit dem Weiterbildungsangebot und -bedarf in deutschen Unternehmen.

Auswertung Sonderfrage: Wirkung des Entgelttransparenzgesetzes

Im Januar 2018 trat das Entgelttransparenzgesetz in Kraft, um Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern zu reduzieren sowie mehr Transparenz bei betrieblichen Gehaltsstrukturen zu schaffen. Knapp ein Jahr später zeigt sich: Eine Wirkung des Gesetzes ist weitestgehend ausgeblieben.

Nur in knapp 10% aller Unternehmen machten Beschäftigte von ihrem Auskunftsanspruch gebrauch. Eine Gehaltsanpassung zog wiederum nur jede 7. Auskunft nach sich. Gerade bei größeren Unternehmen zogen Anfragen in der Regel keine Konsequenzen nach sich.

Auch die erhoffte Verhaltensänderung der Arbeitgeber ist kaum eingetreten. Rund 3% der Unternehmen achten bei Neueinstellungen auf eine gerechtere Entlohnung und ebenfalls 3% berichten von einem transparenteren Lohngefüge als direkte Folge des Entgelttransparenzgesetzes.

Entsprechend sind auch die Erwartungen an langfristige Effekte gedämpft. Nur 6% erwarten, dass das Entgelttransparenzgesetz langfristig die Gehaltsstruktur in ihrem Unternehmen verändern wird.

Immerhin sind auch die befürchteten negativen Folgen ausgeblieben. In nur 4% der Unternehmen hat das Gesetz zu Unruhe in der Belegschaft geführt und für knapp 90% hielt sich auch der bürokratische Aufwand in Grenzen.

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 3. Quartal 2018

Außerdem wird im Rahmen der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen. Nahezu alle Unternehmen in der Befragung flexibilisieren den Personalbestand über einen Auf- beziehungsweise Abbau von Überstunden (97 %). Zudem wenden die meisten Unternehmen Arbeitszeitkonten (90 %), innerbetriebliche Um- bzw. Versetzungen (87 %), befristete Verträge (74%) und Minijobs (75%) an, um Flexibilität zu gewinnen. Auch Einstellen von Zeitarbeitern (55 %), Outsourcen von Angestellten (46 %) und Beschäftigung von freien Mitarbeitern (41 %) sind weit verbreitet. Damit sinkt die Mehrzahl der untersuchten Flexibilisierungsinstrumente in der Anwendungshäufigkeit.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Überstunden
  • Arbeitszeitkonten
  • Innerbetriebliche Umsetzung
  • Befristete Verträge
  • Zeitarbeit
  • Minijobs
  • Outsourcing
  • Freie Mitarbeiter

Berichtsband Q3 2018

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad Personalleiter-Befragung zum Download.

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