Randstad-ifo Personalleiter-Befragung

Die in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz - informieren Sie sich über die neuesten Ergebnisse hier!

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Die in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz. Im Rahmen der Umfrage werden zusätzlich aktuelle Personalthemen aufgegriffen.
Im 4. Quartal 2017 dreht sich die Sonderfrage um das Entgelttransparenzgesetz und Lohnunterschiede in Unternehmen.

Auswertung Sonderfrage

Entgelttransparenzgesetz und Lohnungleichheit

Durch das Entgelttransparenzgesetz können Beschäftigte seit 6. Januar 2018 Auskunft über die Vergütung einer Kollegin bzw. eines Kollegen des jeweils anderen Geschlechts in vergleichbarer Position und mit gleichwertiger Tätigkeit vom Arbeitgeber einfordern. Die Auskunftspflicht gilt für Betriebe mit mehr als 200 Mitarbeitern.

Die Teilnehmer der Personalleiterbefragung stehen dieser Regelung eher skeptisch gegenüber. 42% glauben, dass das Entgelttransparenzgesetz kein wirkungsvolles Instrument sei, um geschlechtsspezifische Lohnungleichheiten zu reduzieren, nur 13% hielten es für geeignet. Außerdem offenbaren die Befragungsergebnisse Unsicherheit. Gut ein Viertel der befragten Personalleiter wusste nicht, ob ihr Unternehmen vom Entgelttransparenzgesetz betroffen ist.

Die Hälfte der Befragungsteilnehmer gab an, dass Entgeltunter­schiede zwischen Mitarbeitern mit vergleichbaren Tätig­keiten und Positionen in ihrem Unternehmen existierten. Knapp die Hälfte sah keine Lohnunterschiede, 2% waren nicht sicher.

Die Personalleiter von Unternehmen, die von Entgeltunterschieden betroffen sind, wurden nach den möglichen Ursachen der Unterschiede befragt. Als personenbezogene Gründe führten sie die Dauer der Berufserfahrung (43%), Arbeitsleistung (36%) sowie Schulbildung (18%) an. Als Gründe, die außerhalb der betroffenen Person liegen, wurden die Dauer der Betriebszugehörigkeit (32%), Verhandlungsgeschick (21%) genannt.

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 4. Quartal 2017

Außerdem wird im Rahmen des Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen. Mit 97% flexibilisieren fast alle Unternehmen das eigene Personalmanagement über einen Auf- und Abbau von Überstunden. Sehr häufig werden aber auch Arbeitszeitkonten (90%) eingesetzt. Zudem werden innerbetriebliche Umsetzungen (85%), Minijobs (73%) und befristete Verträge (71%) oft genutzt. Die Beschäftigungsmodelle Zeitarbeit (55%), Outsourcing (45%) und freie Mitarbeit (43%) finden etwas weniger Anwendung.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Überstunden
  • Arbeitszeitkonten
  • Innerbetriebliche Umsetzung
  • Befristete Verträge
  • Zeitarbeit
  • Minijobs
  • Outsourcing
  • Freie Mitarbeiter

Berichtsband Q4 2017

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad Personalleiter-Befragung zum Download.

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