Randstad-ifo
Personalleiter-Befragung

Die in Kooperation von Randstad und ifo Institut durchgeführte Randstad ifo Personalleiterbefragung zeigt die Bedeutung von Flexibilisierungsinstrumenten für die deutsche Wirtschaft. Die aktuelle Sonderfrage betrifft die Bedeutung von Weiterbildungsmaßnahmen in Unternehmen. Informieren Sie sich hier über die neuesten Ergebnisse!

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig etwa 1.000 Personalleiter in Deutschland. Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Zudem werden in wechselnden Sonderfragen aktuelle arbeitsmarktrelevante Fragestellungen untersucht. Die Sonderfragen im dritten Quartal 2019 beschäftigen sich mit Brückenteilzeit in deutschen Unternehmen im Hinblick auf das von der Bundesregierung verabschiedete Gesetz von Januar 2019.

Auswertung Sonderfrage: Brückenteilzeit

Die Personalleiter wurden nach ihrer Meinung befragt, was die Inanspruchnahme von Brückenteilzeit betrifft, bei der Arbeitnehmer ihre Arbeitszeit für einen begrenzten Zeitraum reduzieren und danach wieder zur Vollzeit zurückkehren können. Bis zum Inkrafttreten des Brückenteilzeitgesetzes hatten Arbeitnehmer einen rechtlichen Anspruch darauf, ihre Arbeitszeit zu reduzieren, nicht aber sie wieder zu erhöhen. Die Ergebnisse der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigen, dass Brückenteilzeit kaum in Anspruch genommen wird. Lediglich drei Prozent der Befragten gaben an, dass in ihren Unternehmen die befristete Teilzeit häufig zum Einsatz kommt. Mit 11% gelegentlicher und 22% seltener Nutzung kommt das Arbeitszeitmodell in insgesamt knapp über einem Drittel der Unternehmen zum Einsatz.

Die Nutzung der Brückenteilzeit variiert mit der Unternehmensgröße. Am häufigsten arbeiten Mitarbeiter von Großunternehmen (>200 Beschäftigte) in befristeter Teilzeit. Allerdings liegt der Unterschied zu kleineren Betrieben vor allem darin, dass jene Mitarbeiter das Modell immerhin selten nutzen (38%). In zwei Drittel der Unternehmen mit bis zu 200 Mitarbeitern arbeitetet niemand in Brückenteilzeit. In kleinen Unternehmen mit bis zu 45 Mitarbeiter gaben gerade mal 16 Prozent an, dass Mitarbeiter in befristeter Teilzeit arbeiten. Diese Betriebe sind aufgrund ihrer Größe von der gesetzlichen Pflicht entbunden, ihren Mitarbeitern das Teilzeitmodell anzubieten.

Dort, wo die Brückenteilzeit genutzt wird, fangen 38% der Unternehmen die Mehrarbeit vor allem mit der Belegschaft auf. In nicht einmal halb so vielen Fällen werden neue Mitarbeiter eingestellt (16%).

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 3. Quartal 2019

Außerdem wird im Rahmen der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu jedes Unternehmen seinen Personalbestand über einen Auf- bzw. Abbau von Überstunden (96%) flexibilisiert. Arbeitszeitkonten (88%) sowie innerbetriebliche Um- bzw. Versetzungen (84%) finden ebenfalls in den meisten Unternehmen Anwendung. Zudem wenden die meisten Unternehmen befristete Verträge (63%) und Minijobs (73%) an, um Flexibilität zu gewinnen. Auch der Einsatz von Zeitarbeitnehmern (45%), das Outsourcen von Angestellten (42%) sowie die Beschäftigung von freien Mitarbeitern (37%) sind verbreitete Flexibilisierungsmaßnahmen. Der Einsatz fast aller Flexibilisierungsinstrumente ist in den letzten Jahren damit annähernd konstant geblieben.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Überstunden
  • Arbeitszeitkonten
  • Innerbetriebliche Umsetzung
  • Befristete Verträge
  • Zeitarbeit
  • Minijobs
  • Outsourcing
  • Freie Mitarbeiter