Randstad-ifo
Personalleiter-Befragung

Die in Kooperation von Randstad und ifo Institut durchgeführte Randstad ifo Personalleiterbefragung zeigt die Bedeutung von Flexibilisierungsinstrumenten für die deutsche Wirtschaft. Die aktuelle Sonderfrage betrifft die Bedeutung von Weiterbildungsmaßnahmen in Unternehmen. Informieren Sie sich hier über die neuesten Ergebnisse!

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig etwa 1.000 Personalleiter in Deutschland. Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Zudem werden in wechselnden Sonderfragen aktuelle arbeitsmarktrelevante Fragestellungen untersucht. Die Sonderfragen im ersten Quartal 2019 beschäftigen sich mit datengestützten Rekrutierungsmethoden (DGRM).

Auswertung Sonderfrage: Datengesteuerte Rekrutierungsmethoden

Die Personalleiter wurden nach den Erfahrungen befragt, die sie mit der internetbasierten Recherche und automatisierten Auswahl von Bewerbern gesammelt haben. Dabei zeigt sich, dass Personalleiter das Potenzial dieser digitalen Anwendungen durchaus optimistisch einschätzen, jedoch äußerst selten in ihren Unternehmen umsetzen.

So verzichten momentan 96% aller Befragten auf datengesteuerte Rekrutierungsmaßnahmen. Gerade mal 7% unter ihnen können sich vorstellen, ihre Auswahlverfahren mittelfristig durch künstlich intelligente Systeme zu ergänzen.

Obwohl besonders Großunternehmen (500 Mitarbeiter und mehr) Potenzial zur Effizienzsteigerung erkennen (50%), setzen nur 9% auf datengesteuerte Rekrutierungsmethoden. Bei ihnen kommen besonders Matching Algorithmen beim Vergleich von Bewerberprofilen zum Einsatz. Fast die Hälfte aller Befragten sieht hier jedoch die Gefahr, dass Soft-Skills abgewertet werden (49%). Ähnlich viele fürchten, dass selbstlernende Algorithmen unerwünschte Auswahlmuster erzeugen (43%). Mangelnder Anwendungsbedarf und fehlendes Know-how werden am häufigsten als Gründe genannt, auf datengestützte Rekrutierungsmethoden zu verzichten (35% und 26%).

Die Skepsis gegenüber automatisiertem Recruiting wird untermauert durch ein breites Digitalisierungsdefizit. Während mehr als ein Drittel der deutschen Unternehmen neue Mitarbeiter nur offline anwirbt (37%), setzen immerhin 30% auf eine Kombination aus digitalen und analogen Methoden. Das klassische Bewerbungsgespräch ist nach wie vor die beliebteste Auswahlmethode, sowohl bei Nichtnutzern wie bei Anwendern von datengestützten Rekrutierungsmethoden (84%, 49%).

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 1. Quartal 2019

Außerdem wird im Rahmen der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu jedes Unternehmen seinen Personalbestand über einen Auf- bzw. Abbau von Überstunden (96%) flexibilisiert. Arbeitszeitkonten (88%) sowie innerbetriebliche Um- bzw. Versetzungen (82%) finden ebenfalls in den meisten Unternehmen Anwendung. Zudem wenden die meisten Unternehmen befristete Verträge (65%) und Minijobs (71%) an, um Flexibilität zu gewinnen. Auch der Einsatz  von Zeitarbeitnehmern (48%), das Outsourcen von Angestellten (46%) sowie die Beschäftigung von freien Mitarbeitern (43%) sind weit verbreitete Flexibilisierungsmaßnahmen. Der Einsatz fast aller Flexibilisierungsinstrumente ist in den letzten Jahren damit annähernd konstant geblieben.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Überstunden
  • Arbeitszeitkonten
  • Innerbetriebliche Umsetzung
  • Befristete Verträge
  • Zeitarbeit
  • Minijobs
  • Outsourcing
  • Freie Mitarbeiter