Randstad-ifo
Personalleiter-Befragung

Die in Kooperation von Randstad und ifo Institut durchgeführte Randstad ifo Personalleiterbefragung zeigt die Bedeutung von Flexibilisierungsinstrumenten für die deutsche Wirtschaft. Die aktuelle Sonderfrage betrifft die Bedeutung von Weiterbildungsmaßnahmen in Unternehmen. Informieren Sie sich hier über die neuesten Ergebnisse!

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig etwa 1.000 Personalleiter in Deutschland. Wie entwickelt sich die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten wie etwa der Zeitarbeit? Zudem werden in wechselnden Sonderfragen aktuelle arbeitsmarktrelevante Fragestellungen untersucht. Die Sonderfragen im vierten Quartal 2018 beschäftigen sich mit betrieblicher Ausbildung und Studium.

Auswertung Sonderfrage: Betriebliche Ausbildung und Studium

Die Personalleiter wurden nach den Erfahrungen befragt, die sie mit Auszubildenden und Studienabsolventen gesammelt haben. Dabei zeigt sich, dass Personalleiter die Qualität und die Fähigkeiten der Bewerber, die von Schulen und Universitäten zu ihnen kommen, durchaus kritisch beurteilen.

Die meisten der befragten Unternehmen, die an der betrieblichen Ausbildung teilnehmen, schulen ihre Auszubildenden in kaufmännischen Berufen (51%), gefolgt von handwerklichen (32%) und naturwissenschaftlich-technischen Berufen (13%). Zwei Drittel der Befragten geben an, dass sie mit der Anzahl der Auszubildenden zufrieden sind.

Die Frage nach der Entwicklung der allgemeinen Qualität der Bewerber um Ausbildungsplätze in den letzten fünf Jahren zeigt: Knapp zwei Drittel der Personalleiter berichten von sinkenden Bewerberzahlen und ebenso viele von einer nachlassenden Qualität der Bewerber.

Auch die Qualität von Hochschulabsolventen beurteilen die befragten Personalleiter gemischt: nur 2% sind sehr zufrieden, 46% zufrieden, 11% unzufrieden, 1% sehr unzufrieden und 41% machen keine Angabe. Während nur 39% der kleinen Unternehmen mit der Qualität der Ausbildung von Hochschulabsolventen zufrieden sind, sind es unter den Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten schon 80%.

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 4. Quartal 2018

Außerdem wird im Rahmen der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen.

Die Ergebnisse zeigen, dass nahezu jedes Unternehmen seinen Personalbestand über einen Auf- bzw. Abbau von Überstunden (97%) flexibilisiert. Arbeitszeitkonten (89%) sowie innerbetriebliche Um- bzw. Versetzungen (85%) finden ebenfalls in den meisten Unternehmen Anwendung. Zudem wenden die meisten Unternehmen befristete Verträge (74%) und Minijobs (71%) an, um Flexibilität zu gewinnen. Auch das Anstellen von Zeitarbeitern (45%), das Outsourcen von Angestellten (46%) sowie die Beschäftigung von freien Mitarbeitern (42%) sind weit verbreitete Flexibilisierungsmaßnahmen. Der Einsatz fast aller Flexibilisierungsinstrumente ist in den letzten Jahren damit annähernd konstant geblieben.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Überstunden
  • Arbeitszeitkonten
  • Innerbetriebliche Umsetzung
  • Befristete Verträge
  • Zeitarbeit
  • Minijobs
  • Outsourcing
  • Freie Mitarbeiter