Randstad-ifo Personalleiter-Befragung

Die in Zusammenarbeit von Randstad und dem ifo-Institut entwickelte Randstad-ifo-Personalleiterbefragung zeigt die langfristige Bedeutung und Funktion von Flexibilisierung im Personaleinsatz - informieren Sie sich über die neuesten Ergebnisse hier!

Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt regelmäßig den Einsatz und die Bedeutung von flexiblem Arbeiten in Unternehmen in Deutschland. Zusätzlich enthält die Studie immer eine Sonderfrage zu aktuellen Themen am Arbeitsmarkt. Im 1. Quartal 2018 dreht sich die Sonderfrage um die neue europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und deren Auswirkungen auf den deutschen Arbeitsmarkt.

Auswertung Sonderfrage

Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Seit dem 25. Mai gilt die von der EU erlassene neue Datenschutzgrundverordnung, kurz DSGVO. Sie regelt den Umgang mit personenbezogenen Daten durch private Unternehmen und öffentliche Stellen in ganz Europa einheitlich. Ihr Ziel ist es, einerseits den Schutz personenbezogener Daten innerhalb der Europäischen Union sicherzustellen und andererseits den freien Datenverkehr innerhalb des europäischen Binnenmarktes zu gewährleisten.

Die befragten Personalleiter sehen die neue DSGVO überwiegend kritisch: Für 76% der Befragungsteilnehmer überwiegen die negativen Aspekte. Besonders Kosten und eventuelle rechtliche Unsicherheiten bewegen die Unternehmen.

Besonders problematisch scheint die neue DSGVO vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen zu sein. Kritische Bewertungen der DSGVO sind in kleineren Unternehmen (bis maximal 249 Beschäftigte) etwa 10% häufiger als in größeren Unternehmen (mehr als 250 Beschäftigte).

Auch der Aufwand für die Umsetzung der DSGVO-Richtlinien ist ein Kritikpunkt. 40% der Befragten geben an, dass sie die Umstellung zwischen 1.000 und 10.000 Euro kostet, weitere 39% beziffern die Kosten auf bis zu 50.000 Euro. 9% schätzen die Kosten auf 50.000 bis 100.000 Euro, 5% sogar auf über 100.000 Euro.

Die Bedeutung von Flexibilisierung im 1. Quartal 2018

Außerdem wird im Rahmen der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung ermittelt, welche Flexibilisierungsinstrumente in den befragten Unternehmen zum Einsatz kommen. Nahezu alle Unternehmen in der Befragung flexibilisieren den Personalbestand über einen Auf- beziehungsweise Abbau von Überstunden (97 %). Auch Arbeitszeitkonten (90 %), innerbetriebliche Um- bzw. Versetzungen (85 %), befristete Verträge (73%) und Minijobs (73%) werden in den meisten Unternehmen angewendet. Das Anstellen von Zeitarbeitern (59 %) oder freien Mitarbeitern (44 %) sowie das Outsourcen von Angestellten (49 %) sind ebenfalls weit verbreitete Flexibilisierungsmaßnahmen.

Instrumente der Flexibilisierung

Vierteljährlich werden circa 1.000 Personalleiter aus Industrie, Handel und dem Dienstleistungssektor zu folgenden Flexibilisierungsinstrumenten befragt:

  • Überstunden
  • Arbeitszeitkonten
  • Innerbetriebliche Umsetzung
  • Befristete Verträge
  • Zeitarbeit
  • Minijobs
  • Outsourcing
  • Freie Mitarbeiter

Berichtsband Q1 2018

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad Personalleiter-Befragung zum Download.

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