Ein scheinbar homosexuelles Geierpaar verschaffte Nordhorn überregionale Bekanntheit. Die gefiederten Bewohner des städtischen Zoos landeten vor einigen Jahren in den Schlagzeilen, weil sie ein verwaistes Ei adoptierten, das von der Mutter verstoßen wurde. Die grüne Kreisstadt an der deutsch-niederländischen Grenze kann noch mit weiteren Besonderheiten aufwarten. Jeden Sommer findet hier der Historische Feldtag statt, der Hunderttausende Landmaschinenfans aus verschiedenen Ländern in die beschauliche Stadt an der Vechte lockt. Apropos Vechte, mitten im Zentrum von Nordhorn teilt sich der Fluss in zwei Flussarme auf, die erst nach einigen Kilometern wieder zusammenlaufen. Die Innenstadt des Städtchens sowie der lauschige Stadtpark liegen somit auf einer Insel. Etwas weiter außerhalb befindet sich das wohl größte Spielwarenlager des Landes. In Nordhorn steht das Logistikzentrum eines großen Spielzeugherstellers. Die Lagerwirtschaft spielt in der Grenzstadt generell eine maßgebliche Rolle. Ebenso prägen der Einzelhandel und die Telekommunikationsbranche die Unternehmenslandschaft. Wer Arbeit sucht, findet in Nordhorn Jobs in diesen und zahlreichen weiteren Bereichen.
Der Wirtschaftsstandort ist aufgrund seiner verkehrsgünstigen Lage an der deutsch-niederländischen Grenze vor allem vom Dienstleistungssektor und insbesondere der Logistik geprägt. Zahlreiche zukunftsweisende Unternehmen haben sich in der Wasserstadt niedergelassen und bieten unterschiedliche Job-Optionen für ungelernte Kräfte und Fachkräfte.
Wer sich weiterbilden und die eigene Karriere vorantreiben möchte, hat bei zahlreichen Bildungseinrichtungen vor Ort die Möglichkeit dazu. Berufsspezifische Kurse werden beispielsweise von der örtlichen Volkshochschule, vom Campus Handwerk oder vom Institut für Berufliche Bildung angeboten.
Neben der Schlüsselbranche Logistik schafft auch die Bundeswehr zahlreiche Arbeitsplätze in Nordhorn. Darüber hinaus ist das Baugewerbe in der niedersächsischen Grenzstadt stark vertreten. Nachdem Nordhorn einst ein wichtiges Zentrum der Textilindustrie war, spielt diese Branche heute eine weitaus geringere Rolle. Dennoch bietet sie nach wie vor Beschäftigungsmöglichkeiten. Zu weiteren Top-Branchen zählen:
Die Bundesstraßen B 213 und B 403 kreuzen einander in Nordhorn. Wenige Kilometer nach der Stadtgrenze gibt es Anschlussstellen zur A 30 sowie zur A 31. Mit dem Auto kann man beispielsweise aus Lingen, Meppen oder Rheine zum Arbeiten in Nordhorn fahren. Am städtischen Bahnhof machen stündlich Regionalbahnen halt. Von dort aus fahren überdies mehrere Stadtbuslinien ab. Wie viele Niederländer auch, sind die Nordhorner überaus gerne mit dem Fahrrad, oft „Fietse“ genannt, unterwegs. Die Rahmenbedingungen für Radfahrer sind in der Grenzstadt optimal.
Ein breitgefächertes Angebot an Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sorgt abseits des Vollzeit- oder Teilzeit-Jobs in Nordhorn für Entspannung und Unterhaltung. Im Tierpark stehen heimische Haustiere wie Schweine, Kühe oder Esel im Vordergrund. Exoten wie Zebras oder Kängurus freuen sich ebenfalls über Besucher. Das Naturschutzgebiet Tillenberge ist ein absolutes Muss für alle Naturfreunde. Auch rund um den Vechtesee gibt es viele Dinge zu entdecken. Ganz in der Nähe befindet sich zudem das Hallen- und Freibad „delfinoh“. Theateraufführungen und andere kulturelle Highlights finden im Konzert- und Theatersaal statt. Shopaholics kommen in der Innenstadt von Nordhorn ebenfalls auf ihre Kosten.
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