Pforzheim ist nicht nur eine schmucke Stadt am Rande des Schwarzwalds, sondern auch wahrhaftig eine Schmuckstadt. Immerhin entstehen hier statistisch gesehen drei von vier in Deutschland gefertigten Schmuckstücken und Uhren. Insofern überrascht es kaum, dass viele Einwohner von Pforzheim Jobs in dieser Branche gefunden haben. Tatsächlich passt die Schmuckindustrie hervorragend zu „Pforze“, denn im gemächlichen Baden nehmen Genuss und Schönheit einen hohen Stellenwert ein. Doch an der Stadtgrenze beginnt das württembergische Land und damit eine Kultur der Sparsamkeit und des Verzichts. „Nachbarschafts-Frotzeleien“ sind da natürlich vorprogrammiert. Besonders zur Geltung kommt diese Rivalität zwischen Badenern und Schwaben beim Narrentreiben im Fasching, wenn sich beide Kulturregionen übereinander lustig machen. Dass man bei aller Feierlaune das Arbeiten in Pforzheim nicht vergessen hat, stellten schon Carl und Bertha Benz unter Beweis. Carl erfand den Motorwagen und Bertha erprobte erstmals die Alltagstauglichkeit dieses Automobils mit ihrem Ausflug zu ihren Eltern. Als Endpunkt der legendären Bertha Benz Memorial Route ist Pforzheim heute noch weit über das badische Land hinaus bekannt.
Während infolge des Strukturwandels viele Jobs in der Schmuckindustrie verloren gingen, siedelten sich gleichzeitig Unternehmen aus anderen Bereichen in Pforzheim an. Diese neue Branchenvielfalt wirkte sich positiv auf die Arbeitsmarktsituation aus. Qualifikationsmöglichkeiten im Beruf, Weiterbildungsseminare sowie Kurse für Quereinsteiger für Jobs in Pforzheim werden beispielsweise bei der örtlichen IHK Nordschwarzwald angeboten. Zudem findet sich hier die europaweit einzigartige Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim. Eine exzellente akademische Ausbildung in den Bereichen Wirtschaft, Recht, Gestaltung und Technik bietet wiederum die Hochschule Pforzheim.
Zu den wichtigsten Arbeitgebern in Pforzheim gehören die Versandhändler, die im Ort auch ihre Lagerhallen unterhalten. Die Uhren- und Schmuckindustrie, für die Pforzheim lange Zeit bekannt war, ist ebenfalls noch von Bedeutung. Daneben sind die Industriezweige Metallverarbeitung, Elektrik und Elektronik für den Standort wichtig, da in diesen Bereichen etliche zukunftsorientierte Arbeitsplätze in Pforzheim verfügbar sind. Auch einige Unternehmen im Bereich Medizintechnik, sind in Pforzheim ansässig.
Zu weiteren Top-Branchen in Pforzheim zählen:
Pforzheim ist über die Bundesautobahn 8 und die Bundesstraßen B10, B294 sowie B463 an das Netz der Fernstraßen angebunden. Im Schienenverkehr ist Pforzheim mit der Stadtbahn Karlsruhe verbunden. Darüber hinaus wird der Hauptbahnhof Pforzheim vom InterRegio Express, der Regionalbahn mit zwei Linien sowie vom Intercity der Linie 61 angesteuert. Mehrere Verkehrsbetriebe gewährleisten einheitliche Preise für die Buslinien innerhalb des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis. Das Radwegenetz in Pforzheim ist relativ gut ausgebaut. Über die A8 erreicht man die umliegenden Städte Karlsruhe und Stuttgart, über die A81 auch Ludwigsburg.
Die Pforzheimer haben ideale Voraussetzungen, um es sich nach der Arbeit gutgehen zu lassen. Mit dem Schwarzwald und dem Enztal mit seinen dichten Wäldern und sonnenverwöhnten Weinbergen haben sie gleich zwei erstklassige Naherholungsgebiete direkt vor den Stadttoren. Dort verlaufen zudem viele Radwege sowie Wanderrouten, die beispielsweise zu Sehenswürdigkeiten wie der Ruine Löffelstelz führen. Neben einem weltweit einzigartigen Schmuckmuseum verfügt Pforzheim über einen Wildpark mit Hochseilgarten. Das legendäre Great Barrier Reef kann man, ohne nach Australien reisen zu müssen, bei einer atemberaubenden 360-Grad-Ausstellung im Pforzheimer Gasometer bewundern. Pforzheim ist überdies Handballhochburg. Mit dem Rudolf Reinacher Turnier findet hier jedes Jahr im Januar das älteste Hallenturnier der Welt statt. Die Pforzemer Mess wird im Juni gefeiert, gefolgt vom Oechslefest, dem großen Weinfest der Region.
Vollzeit-Jobs in Pforzheim werden grundsätzlich gut bezahlt. Die Lebenshaltungskosten sind hingegen moderat.
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