Romantik meets Schwabenland. Das ist in Tübingen, gelegen zwischen Schwäbischer Alb und Nordschwarztal, Realität. Die bodenständige Stadt zählt zu den romantischsten Destinationen Baden-Württembergs. Am Abend kommt in der historischen Altstadt am schönen Neckar mit vielen gepflegten Fachwerkhäusern eine märchenhafte Stimmung auf. Ebendiese unverkennbare Atmosphäre hat wohl schon Friedrich Hölderlin zu seinen berühmten Liebesgedichten inspiriert. Die ehemalige Wohnstätte des Dichters, der sogenannte Hölderlinturm am Neckarufer, ist heute das romantische Wahrzeichen der Universitätsstadt. Der renommierten Bildungsstätte verdankt Tübingen nicht bloß seine Bekanntheit, sondern auch seine Dynamik und Jugendlichkeit. Immerhin handelt es sich fast bei einem Drittel der Tübinger um Studierende, welche das Nachtleben und nicht zuletzt die Gastronomie, mit einem auf sie abgestimmten Angebot an günstigen und vegetarischen Lokalen, auf den Kopf stellen. Darüber hinaus bieten die Eberhard Karls Universität Tübingen und zugehörige Forschungseinrichtungen vielen Menschen Arbeit. Ebenso hält Tübingen Jobs in der Industrie und im öffentlichen Dienst bereit.
Mit Bildungseinrichtungen und Behörden ist der öffentliche Dienst vor Ort überaus präsent und bietet die meisten Vollzeit- und Teilzeit-Jobs in Tübingen. Daher hat sich der Arbeitsmarkt in der Stadt am Neckar selbst in Krisenzeiten als stabil erwiesen. Insbesondere Akademiker und Fachkräfte können hier leicht einen Job finden. In Tübingen gibt es ferner ein großes Angebot an Helfer-Jobs. Die Unternehmenslandschaft ist vor allem vom Mittelstand geprägt.
Der Wirtschaftsstandort profitiert zudem von der ortsansässigen Universität, die für viele Betriebe ein wichtiger Kooperationspartner ist. Überdies bietet sie Arbeitnehmern die Möglichkeit, ein Studium in unterschiedlichen Fachbereichen zu absolvieren. Weitere Fortbildungsoptionen halten die Bildungsakademie der Handwerkskammer oder die Volkshochschule bereit.
Die meisten Arbeitsplätze in Tübingen stellt der öffentliche Dienst, konkret die Universität sowie das Klinikum. Neben Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung, Forschung und Wissenschaft sind die IT-Branche und der Handel stark vertreten. Deutliche Akzente setzen ebenso das produzierende Gewerbe mit dem Maschinenbau, die Biopharmazie und die Elektrotechnik.
Zu weiteren Top-Branchen zählen:
Über die B 27 gelangt man von Tübingen nach Balingen, Stuttgart und Esslingen am Neckar. Die B 464 führt nach Böblingen. Reutlingen ist über die B 28 erreichbar. Außerdem liegt Tübingen an der B 296. Als Umweltzone darf das Tübinger Stadtgebiet, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nur mit einer Feinstaubplakette befahren werden. In Tübingen gibt es mehrere Bahnhöfe, den Hauptbahnhof passieren viele IC-, RE- und RB-Linien. Stadtbusse bedienen den öffentlichen Personennahverkehr. Das Radwegenetz ist ebenfalls gut ausgebaut.
Obwohl Tübingen eher beschaulich ist, überrascht die weltoffene Universitätsstadt mit einem bunten Freizeitangebot. Eine Besonderheit von Tübingen sind die Stocherkähne, mit denen man den herrlichen Neckar entlangfahren kann. So hat man beim „Stochern“ die Möglichkeit, die Stadt aus einer neuen Perspektive zu erkunden. Das traditionelle Stocherkahnrennen an Fronleichnam zählt übrigens zu den wichtigsten Events des lokalen Veranstaltungskalenders. Mit weiteren Highlights wie dem Stadtlauf und dem Nikolauslauf ist dieser grundsätzlich ziemlich sportlich geprägt. Wer ein wenig Erholung braucht, kann sich bei einer Wanderung durch den nördlich von Tübingen gelegenen Naturpark Schönbruch entspannen. Für einen Spaziergang bieten sich der Botanische Garten der Universität, der Anlagenpark oder das Neckarufer an. Der Alte Zoo ist ein geheimnisvoller „Lost Place“ im Südwesten Tübingens. Dort leben zwar keine Zootiere mehr, doch man kann die Überreste des einstigen Tiergartens entdecken und schöne Fotos davon schießen.
Unternehmen in Tübingen zählen recht ordentliche Gehälter. Aufgrund von akuter Wohnungsnot fallen die Mieten hingegen hoch aus und sonstige Ausgaben sind ebenfalls höher als andernorts.
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