Ohne HR gelingt die digitale Transformation nicht

15. Dezember 2017

FAZ Forum zum Thema Digitalisierung und Personalwesen

HR bewegt. Großen Andrang gab es beim Round Table im Rahmen des FAZ Forums. Lars Hewel, Director Business Intelligence, Concepts & Strategy  bei Randstad, diskutierte mit weiteren Experten und rund 35 interessierten Gästen darüber, wie die Digitalisierung das Personalwesen verändert. Der Tenor: Auf HR kommen gravierende Änderungen zu.

FAZ-Forum: Digitale Transformation in der Wirtschaft

Die Experten zum Thema Digitalisierung und HR: Frauke Hofsommer, Lars Hewel undd Katharina Heuer

Das FAZ Forum stand in diesem Jahr unter dem Titel „Disruption 2017. Die Digitale Transformation der Wirtschaft“. Hochrangige Unternehmensvertreter aus unterschiedlichen Branchen gaben spannende Einblicke, wie ihr Unternehmen sich für die Digitalisierung aufstellt. Im Rahmen von Round Table-Gesprächen wurden darüber hinaus einzelne Themenbereiche mit ausgewiesenen Experten vertieft.

Beim Round Table „Organisation und Personal“, das von FAZ-Redakteur Sven Astheimer moderiert wurde, sprachen neben Lars Hewel von Randstad zwei weitere Experten: Katharina Heuer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Deutschen Gesellschaft für Personalführung e.V. (DGFP), und Frauke Hofsommer, Head of Talent Management und Training bei Ferrero. Das Credo der Experten: Ohne HR kann die digitale Transformation nicht gelingen.

HR muss mit an den Entscheidertisch

„HR muss mit am Tisch sitzen, wenn es um Unternehmensentscheidungen geht. Die Digitalisierung betrifft alle Fachbereiche, deshalb sollten sie stärker zusammenarbeiten“, so Lars Hewel. Er gab einen Einblick in die Digitalstrategie von Randstad. Der Personaldienstleister positioniert sich an der Schnittstelle von Tech & Touch – zwischen digitaler Technologie und persönlicher

Nähe zum Kundenunternehmen und Bewerber. „Wir nutzen konsequent moderne Entwicklungen – immer dann, wenn sie uns helfen, unsere Kunden und Kandidaten besser zu verstehen und mehr Freiraum für den persönlichen Kontakt zu schaffen“, so Lars Hewel.

HR: Zusammenspiel von Technologie und persönlicher Expertise

Auf das Zusammenspiel von Technologie und persönlicher Expertise ging auch Katharina Heuer von der DGFP ein. Sie kennt die HR-Abteilungen vieler Unternehmen.

„HR ist und bleibt im Kern People-Business. Es werden aber in Zukunft wesentliche IT- und Daten-gestützter Standard-Prozesse und Tätigkeiten automatisiert und digitalisiert werden. Hier ist HR gefordert, mitzuentscheiden, welche Aufgaben ,menschlich‘ bleiben sollen und müssen. Für eine individuelle Beratung braucht es auch zukünftig menschliche Intelligenz und Empathie“, so Katharina Heuer.

Digitalisierung verändert das Talentmanagement

Die Technologisierung verändert auch den Bereich Mitarbeiterentwicklung. Der Süßwarenhersteller Ferrero setzt bei seiner Belegschaft auch stark auf das Prinzip „Training on the Job“. „Wir haben eine große Bandbreite an Mitarbeitern – vom Mitarbeiter in der Produktion über den Ingenieur bis zum Marketing-Spezialisten ist alles dabei. Entsprechend unterschiedlich sind die Qualifizierungsbedarfe. Grundsätzlich gilt es beim Thema Weiterbildung immer abzuwägen: Wann macht digitales Lernen Sinn und wo setzen wir auch weiterhin gezielt auf persönliche Trainings und wie können wir ,Blended Learning‘ optimal einsetzen“, so Frauke Hofsommer.                                                                            

Ob beim Recruiting, Talentmanagement oder strategischen Personalfragen: Einig waren sich am Ende alle, dass das Personalwesen eine große Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens hat – gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Deshalb sollte HR unbedingt mit im Driver’s Seat sitzen, um die Herausforderungen gemeinsam erfolgreich zu meistern.

Mehr zum Frankfurter Allgemeine Forum zum Thema „Disruption – Die digitale Transformation der Wirtschaft“ sowie ein kurzes Video dazu finden Sie hier.