Aktuelle Arbeitsmarktthemen

Das ifo Institut befragt im Auftrag von Randstad Deutschland regelmäßig mehr als 600 Personalleiter in Deutschland. Abgefragt werden die Nutzung von Flexibilisierungsinstrumenten (z. B wöchentliche Höchstarbeitszeit) sowie wechselnde Sonderfragen zu aktuellen arbeitsmarktrelevanten Themen. Im vierten Quartal 2025 stehen Personalbestand und Lohnentwicklung im Fokus. Ergänzend widmen sich die Sonderfragen der Situation von Berufseinsteigern und der Frage, welche Rolle künstliche Intelligenz bei der Übernahme von Arbeitsaufgaben künftig spielt.

Berichtsband Q4 2025

Der aktuelle Berichtsband zur Randstad-ifo-HR-Befragung zum Download.

Bericht herunterladen

Themen Q4 2025

Personalplanung: ein Fünftel erwartet Aufbau, ein Viertel Rückgang

24 % der Unternehmen rechnen 2026 mit steigenden Beschäftigtenzahlen, 25 % erwarten einen Rückgang, davon 3 % einen starken. Besonders in der Industrie ist die Dynamik hoch: 36 % gehen von sinkenden Beschäftigtenzahlen aus, 22 % planen einen Aufbau. Großunternehmen berichten am häufigsten über starke Veränderungen im Personalbestand, während Kleinunternehmen überwiegend mit konstanten Beschäftigtenzahlen rechnen (62 %).

Breite Erwartung steigender Löhne – im Schnitt 3,8 %

Mehr als drei Viertel der Unternehmen (77 %) erwarten 2026 steigende Löhne, 23 % gehen von gleichbleibenden Löhnen aus. Sinkende Löhne werden nicht erwartet. Der durchschnittliche Anstieg liegt bei 3,8 % und damit unter dem Vorjahreswert von 4,2 %. Besonders im Dienstleistungssektor rechnen viele Unternehmen mit steigenden Löhnen (82 %), im Handel sind es 70 %. Mit der Unternehmensgröße steigt insgesamt der Anteil der Betriebe mit Lohnplus-Erwartung, gleichzeitig sinkt die erwartete Höhe.

Lohngestaltungsspielraum: bei Neueinstellungen hat ein Viertel mehr Luft

Ein Viertel der Unternehmen sieht bei Neueinstellungen Spielraum in der Lohngestaltung, 60 % geben an, keinen Spielraum zu haben. 15 % planen aktuell keine Neueinstellungen. Wo Spielraum besteht, liegt er im Durchschnitt bei 7,6 %. Am größten ist er im Dienstleistungssektor (8,6 %), am geringsten in der Industrie (6,6 %). Großunternehmen berichten häufiger über Gehaltsspielräume als kleine Betriebe.

Berufseinsteiger: Stellen meist stabil – KI gewinnt an Bedeutung

In 65 % der Unternehmen ist die Zahl der Einstiegsstellen in den vergangenen drei Jahren konstant geblieben; 16 % berichten Zuwächse, 19 % Rückgänge. Für die kommenden drei Jahre erwarten die Unternehmen ein ähnliches Bild. Hauptgründe für sinkende Einstiegsstellen sind ein geringerer Personalbedarf sowie Automatisierung und Digitalisierung, etwa durch KI.

Bereits heute übernehmen in 14 % der Unternehmen KI-Anwendungen Aufgaben, die üblicherweise Berufseinsteigern vorbehalten wären. Für die nächsten drei Jahre planen dies 40 % der Unternehmen, insbesondere Großunternehmen. Als wichtigste Fähigkeiten von Berufseinsteigern nennen die Befragten Kommunikations- und Teamfähigkeit, Selbstorganisation und Verantwortungsbewusstsein sowie Lern- und Anpassungsfähigkeit.

Hinweis

Die Bezeichnung der Studie hat sich ab dem zweiten Quartal 2025 geändert. Bis Q1 2025 lief sie unter dem Titel Randstad-ifo-Personalleiterbefragung.

Weitere Studien

Randstad beteiligt sich neben der HR-Befragung und dem Arbeitsbarometer noch an weiteren Studien. 

alle Artikel ansehen

HR-Portal

Wissenswertes rund um das Thema Personal finden Sie hier.

zum HR-Portal