Warum ist Freelancer Compliance überhaupt ein Thema?

Die Beschäftigung von externen Experten bringt vielfältige Herausforderungen mit sich: interne Arbeitsaufwände, fehlende Kompetenzen, Wettbewerbsfaktor Freelancing-Markt – aber auch rechtliche Anforderungen. Sobald externe Spezialisten ins Boot geholt werden, bewegt sich der Auftraggeber rechtlich auf einem Terrain, das bei Verstößen extrem kostspielig werden kann.

Scheinselbstständigkeit – ein echtes Risiko

Das größte Risiko bei der Beauftragung von Fremdpersonal für Sie ist die Haftung für Scheinselbstständigkeit oder verdeckte Arbeitnehmerüberlassung aufgrund einer rechtsfehlerhaften Abgrenzung zwischen einem Dienstvertrag oder Werkvertrag und einem Arbeitsvertrag oder Arbeitnehmerüberlassungsvertrag.

Wenn ein Freelancer de facto wie ein Angestellter in die Betriebsabläufe eingegliedert ist (weisungsgebunden, fester Arbeitsplatz, keine anderen Auftraggeber), stufen Behörden das Verhältnis oft als abhängige Beschäftigung ein. Die Folgen sind drastisch und reichen von der Nachzahlung von Sozialversicherungsbeiträgen, Lohnsteuer-Nachzahlungen bis hin im schlimmsten Fall zu strafrechtlicher Relevanz.

Unternehmen, die wegen illegaler Beschäftigung oder Sozialversicherungsbetrug in die Schlagzeilen geraten, verlieren massiv an Attraktivität – sowohl bei Kunden als auch bei Auftragnehmern.

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Axel Marx

Business Development Manager

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