„Das bringt uns gut ausgebildete Facharbeiter“

2. November 2016

Wie sich mit Qualifizierung nachhaltig gegen den Fachkräftemangel angehen lässt, zeigt ein Beispiel aus der Praxis der Zeitarbeit. Zumal auf diesem Weg, den Randstad aktiv begleitet, auch motivierte Mitarbeiter gewonnen werden.

  • Qualifizierungsmaßnahmen sind attraktiv für entwicklungsbereite Mitarbeiter in der Zeitarbeit.
  • Zusätzliche oder neue Fachkenntnisse werden direkt am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet.
  • Unterstützung für das Stammpersonal und Lösungsbaustein gegen Fachkräfteengpässe.

„Dass die Zeitarbeit ein guter Türöffner in renommierte Unternehmen sein kann, hatte ich schon oft gehört und ich wollte gerne in der Metalltechnik einsteigen. Da kam die Schulung genau richtig.“ Wenn sich Arnd Jung an seine erste Begegnung mit Randstad erinnert, dann erinnert er sich stets an jene Qualifizierungsmaßnahme zum Maschinenbediener in der Umformtechnik, für die der Personaldienstleister gemeinsam mit dem Arbeitsamt Teilnehmer suchte.

Gerüstet für neue berufliche Perspektive

Der heute 31-Jährige war zuvor sechs Jahre lang als Lebensmitteltechniker tätig gewesen und danach auf der Suche nach neuen Perspektiven: „Eigentlich bin ich gelernter Holzmechaniker, aber die Arbeit an metalltechnischen Maschinen hat mich schon immer interessiert.“ Über drei Monate hinweg stellten sich acht Teilnehmer, die direkt von Randstad eingestellt wurden, der neuen Herausforderung in der Umformtechnik. Dazu gehörte ein einmonatiger Praxisteil im Unternehmen Erdrich „und jede Menge theoretisches Fachwissen, von der Werkstoffkunde bis hin zu Hydraulik“, wie sich Jung erinnert. „Wir haben aber auch gelernt, wie man einen Gabelstapler und Brückenkran bedient.“

Paten unterstützen Schritt ins eigenständige Arbeiten

Schon am ersten Tag des Praxisparts wurde ihm im Unternehmen ein sogenannter Pate zugeteilt, der ihn auch heute noch unterstützt. „Er hat mich eingearbeitet und mir alle Arbeitsabläufe gezeigt“, berichtet Jung. „Nach drei Monaten konnte ich dann schon eigenständig an den Maschinen arbeiten. Im Theorieteil wurden viele Grundlagen gelegt, die ich jetzt in der Praxis umsetze.“

Qualifikation schwarz auf weiß

Am Ende der Qualifizierung stand ein Zertifikat, zudem eine persönlich formulierte Einschätzung unserer Schulungs-Ansprechpartner. „Damit habe ich jetzt auf jeden Fall etwas an der Hand, das das Gelernte bestätigt, meinen Lebenslauf aufwertet und mich in diesem Bereich weiterbringt“, macht Jung deutlich. Den Beweis dafür kann er am eigenen Leib führen: Heute ist er für Randstad bei Erdrich als Maschinenbediener in der Umformtechnik im Einsatz.

Ausrichtung am Firmen-Bedarf

Was steckt hinter dieser Geschichte? In Zusammenarbeit mit Vertretern aus Wirtschaft und Bildung setzt Randstad regelmäßig Qualifizierungsmaßnahmen für Mitarbeiter im Kundeneinsatz auf, die sich am Bedarf von Unternehmen orientieren. So zum Beispiel war es auch mit der Firma Erdrich in Orlishausen bei Sömmerda. „Beide Seiten profitieren davon: Der Mitarbeiter erhöht seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt und Unternehmen bekommen die Mitarbeiter, die mit ihrer Qualifikation genau zu den Anforderungen am Arbeitsplatz passen“, so Matthias Kluge, Branch Manager bei Randstad in Sömmerda.

Initiative geht von Randstad aus

Randstad hat dafür in enger Zusammenarbeit mit dem Kundenunternehmen und dem Bildungspartner ERFURT Bildungszentrum Unternehmensverbund eine Qualifizierungsmaßnahme zum Maschinen- und Anlagenführer initiiert. „Angesichts des Fachkräftemangels sind die Qualifizierungsprojekte eine gute Möglichkeit für uns, unseren Bedarf an gut ausgebildeten flexiblen Mitarbeitern zu decken. Noch dazu haben sie dann auch das nötige Fachwissen und unterstützen effektiv das Stammpersonal“, so Rudolf Brehm, Standortleiter der Firma Erdrich in Sömmerda. „Wir freuen uns, wenn wir den Zeitarbeitnehmern so auch eine Chance auf individuelle Weiterbildung geben können. Diese ist ein wichtiger Lösungsbaustein gegen Fachkräfteengpässe.“

Motivation für weiteren Fortschritt

Und Arnd Jung? Wie bewertet der seinen persönlichen Fortschritt? „Allgemein bin ich froh, so viele neue Erfahrungen zu machen. Ich lerne immer wieder dazu und ich erweitere ständig meinen Horizont“, sagt er. Im Laufe des Einsatzes habe er gemerkt, wie vielfältig dieser Beruf ist. „Sogar Kollegen, die schon sechs oder sieben Jahre im Beruf arbeiten, lernen immer wieder dazu. Außerdem bin ich froh, so super Kollegen zu haben, mit denen ich zusammenarbeite. Das hat es mir auch leicht gemacht, mich so schnell einzuarbeiten.“

Jetzt plant er, „auf jeden Fall noch mehr Bereiche und Aufgabenfelder“ kennenzulernen und sich weiterzuentwickeln, etwa in Richtung Großpressen-Einsatz oder einer Tätigkeit in der Qualitätssicherung. Außerdem wünscht er sich längerfristig, „vom Kundenunternehmen übernommen zu werden, weil ich mich dort sehr wohl fühle“.

Qualifizierung gegen Fachkräftemangel: v.l.n.r. Rudolf Brehm (Werkleiter Erdrich Orlishausen), Arnd Jung (Randstad Mitarbeiter im Kundeneinsatz), Cornelia Bode (Personalleiterin Erdrich Orlishausen) und Matthias Kluge (Branch Manager Randstad Sömmerda).

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