E-Learning: Fortschritt muss sich beweisen

13. Januar 2015

Während das Stichwort „E-Learning“ im Sprachschatz von Aus- und Weiterbildung schon fest verankert ist, folgen nun weitere Schritte beim „Lernen mit IT“. Die Fachmesse „Learntec“ im Januar macht daraus einen Schwerpunkt.

Das Motto „Mensch und Innovation“ steht vom 27. bis 29. Januar 2015 über dem Kongress der „Learntec“ in Karlsruhe. Dabei stehen Überlegungen im Mittelpunkt, wie sich der technische Fortschritt nutzen lässt, um besser zu lehren und zu lernen. Zahlreiche Lehreinrichtungen und Unternehmen, die bereits mit „E-Learning“ positive Erfahrungen gesammelt haben, bauen nunmehr darauf auf und erweitern ihre Konzepte.

Innovation ist kein Selbstzweck

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der veranstaltenden Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH, erläutert, warum dies mehr ist als nur ein kurzfristiger Trend: „Die Bundesregierung möchte Deutschland bis 2017 zum digitalen Wachstumsland Nummer eins in Europa machen. Welche Impulse dafür aus der digitalen Bildungswirtschaft kommen, zeigt die Learntec, unabhängig davon, ob es sich um Bildungsprojekte in Unternehmen handelt oder um Innovationen für die digitale Schulbildung.“

Dass Innovation nicht zum Selbstzweck werden darf, sondern ausschließlich am praktischen Nutzen gemessen werden sollte, macht Sünne Eichler deutlich, Mitglied des Kongresskomitees: „Wir treiben technologische Innovationen voran und werben für ihre Anwendung. Beim Lernen mit IT geht es jedoch zuerst um den Menschen und seine optimale Weiterbildung - und erst dann um die dafür nötigen technischen Hilfsmittel. Computer gehen mit der zunehmenden Informationsflut besser um als der Mensch. Aber diese Informationen nutzbringend zu verwerten, dazu ist (derzeit) nur der Mensch in der Lage - wenn er den Computer für sich nutzbar machen kann.“

Wissenstransfer inklusive

Das Kongress-Motto prägt viele Programmsektionen, etwa zur Lerner-Motivation, der Personalisierung von Lernangeboten und dem Lerntransfer. Für die Besucher gibt es dementsprechend eine hohe Dichte an Informationen und Wissenstransfer. Neben den Sonderformaten mit Ausstellungsflächen, Vortragsprogrammen und Workshops findet dies vor allem in den Keynotes auf dem Trendforum in der Fachmesse und auf den Sonderflächen für Start-Ups bzw. für Trainer und Coaches statt. Zu den Keynote-Sprechern gehören Prof. Dr. Gunter Dueck, der über die Veränderung des Lernens durch digitale Medien spricht, und Prof. Dr. Tretter mit dem Thema „Besser Lernen durch Hirndoping?“

Auf dem Kongress werden die britische E-Learning-Expertin Jane Hart und Prof. Dr. Gerald Lembke als Keynote-Speaker auftreten. „Moving Beyond E-Learning – Learning in the Modern Workplace“ bzw. „Always On – die Ambivalenz digitaler Mediennutzung“ sind ihre Themen. Dr. Lutz Goertz, Abteilungsleiter Bildungsforschung des MMB-Instituts Essen/Berlin präsentiert die Ergebnisse des „MMB-E-Learning-Wirtschaftsranking 2014“, das die jüngsten Zahlen zur Entwicklung des Branchenumsatzes sowie zu Mitarbeiterzahlen und Teilgeschäftsfeldern der E-Learning-Branche liefert. Torsten Fell, Head Business Transformation im Vertrieb der AXA Winterthur, gibt einen Einblick in die Nutzung innovativer Lernformen in Marketing und Vertrieb. Er stellt exemplarisch dar, wie mobile Lernlösungen und soziale Medien das arbeitsplatznahe Lernen verändern und verbessern.

Profil:

Die Learntec (www.learntec.de) gilt als Leitmesse für das digitale Lernen. Für die Anbieter ist sie seit jeher eine attraktive Businessplattform und der zentrale Branchentreffpunkt. Auch diesmal werden 16 der größten 20 deutschen E-Learning-Firmen - laut MMB E-Learning-Ranking - in Karlsruhe vertreten sein. 

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