Editorial Januar 2011

31. Dezember 2010

Nachhaltiges Wirtschaften, schonender Umgang mit Ressourcen, nachwachsende Rohstoffe - die Personalwirtschaft arbeitet heute mit den gleichen Konzepten und Strategien wie jede andere Branche auch, die sich verantwortungsbewusst den Herausforderungen der Gegenwart stellt.

Ein Sabbatical ist von dem herkömmlichen Urlaub zu unterscheiden. Urlaub wird im Bundesurlaubsgesetz als eine „bezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung zum Zwecke der Erholung“ definiert. Ein Sabbatical hingegen wird gemeinhin als eine Auszeit zwischen drei und zwölf Monaten bezeichnet, welche die zukünftige Leistungsfähigkeit und die persönliche Entwicklung des Mitarbeiters fördern sollen.

Während ein Sabbatical in manch anderen Ländern als normal angesehen wird, gibt es in Deutschland für Arbeitnehmer keinen allgemeinen Rechtsanspruch. Anders sieht es für Beamte, Lehrer und Angestellte des Öffentlichen Dienstes aus, denn in diesen Bereichen existieren spezielle Gesetze, die eine längere Auszeit vergleichsweise gut regeln. Dennoch haben auch Arbeitnehmer gesetzlich gesehen einige Möglichkeiten, auf die sie sich beziehen können.

Sowohl im Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen, als auch im Gesetz zur Teilzeitarbeit und befristeten Arbeitsverträgen sind eine Verkürzung oder Verlängerung der Arbeitszeit geregelt. Daraus ergeben sich ganz unterschiedliche Gestaltungsmöglichkeiten für ein Sabbatjahr.

So kann beispielsweise ein so genanntes Langzeitkonto eingerichtet werden auf dem Überstunden gesammelt werden. Nach Ende einer Ansparphase wird das Arbeitszeitguthaben in der Freistellungsphase eingelöst. Alternativ besteht die Möglichkeit, unbezahlten Urlaub zu nehmen. In diesem Fall muss sich der Mitarbeiter freiwillig krankenversichern. Eine Freistellung von anderen Sozialabgaben kann beantragt werden.

Eine Ablehnung des Sabbaticals darf der Arbeitgeber aus betrieblichen Gründen vornehmen. Allerdings muss er hierfür eine ordentliche Begründung vorlegen. Grundsätzlich gilt, dass zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber eine für beide Seiten verbindliche Vereinbarung getroffen werden muss. Diese sollte neben den eigentlichen Bedingungen für ein Sabbatjahr auch Regelungen für die Rückkehr des Mitarbeiters enthalten.

Dennoch: In vielen Fällen steht der Prozess erst am Anfang.Viele Unternehmen, viele Entscheider stehen noch mitten in einer Phase desWandels und der Veränderung. Neues Denken fällt nicht vom Himmel. Es brauchtPlatz zur Entwicklung und Energie, um in Bewegung zu kommen.

Exemplarisch dafür steht die Nachwuchsarbeit in denUnternehmen. Die Titelstory dieser Ausgabe berichtet über Beispiele aus derbetrieblichen Praxis. Es geht dabei um die frühzeitige Vernetzung jungerTalente im Unternehmen genauso wie um innovative Formen der Rekrutierung. Wobeisich zeigt: Sind erst mal die Bedenken-Hürden überwunden, stellen sichüberraschend schnell und nachhaltig die Erfolge ein. Eine Erfahrung, die auchwir bei Randstad mit Initiativen wie beispielsweise unsere Hauptschulpatenschaften „Du bist ein Talent“ oder unser „Jobcoaching“ an Berufsschulen, machen.

Innovation und Veränderung hat auch die Gestaltung vonStellenanzeigen erfasst. Getrieben von den Möglichkeiten des World Wide Web,gefordert von den höheren Ansprüchen aller Beteiligten an die Aussagekraft undden Informationswert sind hier 08/15-Lösungen aus dem Baukasten buchstäblich„von gestern“. Ein Beitrag dieser Ausgabe widmet sich daher den Trends undKriterien von heute.

Auch die digitale Personalakte ist ein Fortschritt in Richtung Nachhaltigkeit mit Blick auf unsere Umwelt und eine moderne Form der Personalwirtschaft. Papierlose Büros sind schon lange keine Zukunftsmusik mehr und immer mehr Unternehmen nutzen die Vorteile, die eine Speicherung der Mitarbeiterdaten in digitaler Form mit sich bringen.

Und schließlich der „randstadkorrespondent“ selbst. Auch wirtragen der veränderten Mediennutzung Rechnung. Vier Mal online, zwei Malgedruckt: Beginnend mit dieser Ausgabe erhalten Sie „Wissenswertes für diePersonalarbeit“ auf zwei Wegen, in neuer Form, mit vertieften Inhalten – und invertrauter, nachhaltiger Qualität.

Wir wünschen Ihnen gute und gewinnbringende Lektüre!

Ihre

Redaktion randstadkorrespondent

investor relations