Eierlegende Wollmilchsau – was müssen Arbeitnehmer zukünftig können?

14. August 2018

Die Wirtschaft in Deutschland wächst, die Zahl freier Stellen ist auf einem Rekordhoch. Aber wie sieht der Arbeitsmarkt in Zukunft aus? Drei vieldiskutierte Thesen zur Berufswelt geben einen Überblick darüber, was Arbeitnehmer erwartet.

Was müssen Arbeitnehmer zukünftig können?

1. Jobs werden austauschbar

Neue Technologien entwickeln sich rasend schnell. Studien wie die des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung berechnen regelmäßig das „Substituierbarkeitspotenzial“, das angibt, in welchem Ausmaß Berufe potenziell durch den Einsatz von Computern oder Maschinen ersetzbar sind. Fest steht: Berufsbilder verändern sich.

Was bedeutet das für Arbeitnehmer? Die Zahl der Jobs, die vollständig von Robotern oder künstlicher Intelligenz verdrängt werden, ist zwar gering. Aber mit Hilfe neuer Technologie könnten trotzdem Arbeitsstunden wegfallen. Eintönige Routinearbeit wird dann von Maschinen übernommen, Angestellte haben mehr Zeit für andere Aufgaben.

2. Bildung reicht nicht mehr bis zur Rente

Architekten zum Beispiel können komplizierte Berechnungen mittlerweile vom Computer erledigen lassen. Das gibt Ihnen mehr Zeit für Kreativität und dafür, sich mit spezieller Modellierungs- und Simulationssoftware auseinanderzusetzen. Diese Flexibilität macht Arbeitnehmer effizienter und wird immer öfter vorausgesetzt. „Lebenslanges Lernen wird zu einem essentiellen Bestandteil beruflicher Karrieren. Nur wer sich kontinuierlich weiterbildet, bleibt am Ball“, so Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie. Die klassische Ausbildung vor dem Start ins Berufsleben reicht nicht mehr bis zur Rente.

Das ist auch in den Köpfen der Arbeitnehmer angekommen. In einer Studie von Randstad waren vier von fünf Befragten der Meinung, dass sie sich aktiv weiterbilden müssen, um ihre Arbeitsfähigkeit zu sichern.

3. Digitalkompetenzen werden Pflicht

Bisher waren vor allem fachliches Know-how und Sozialkompetenzen auf dem Jobmarkt gefragt. Wer sich in seinem Fachgebiet auskannte und teamfähig war, hatte gute Chancen als Bewerber. Mittlerweile setzen viele Jobs aber zusätzlich Digitalkompetenzen voraus. Bewerber sollten mit digitalen Medien umgehen, sich Informationen beschaffen und sie verarbeiten können.

Junge Arbeitnehmer haben bei diesen Digitalkompetenzen einen Vorsprung, denn sie sind mit neuen Technologien aufgewachsen. Aber selbst die Digital Natives bringen nicht alle Fähigkeiten mit, die für einen sicheren Umgang mit den Medien im Beruf nötig sind. Gerade bei der IT-Sicherheit und dem Datenschutz hat die Mehrheit große Wissenslücken.

Trends erkennen und sich darauf vorbereiten

Neue Technologien verändern, wie wir arbeiten, wie wir lernen – und welche Anforderungen wir im Job bewältigen müssen. Unliebsame Aufgaben können wir an automatische Helfer abgeben. Dafür kommen neue Aufgabenfelder auf uns zu. Auf diese müssen wir vorbereitet sein. Wenn wir die Trends in der digitalen Arbeitswelt frühzeitig erkennen und für uns nutzen, bietet dies für jeden einzelnen zahlreiche Chancen.

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