Eine App hilft den Neuen an Bord

12. Oktober 2015

Wie sich die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter mit digitaler Hilfe begleiten und gestalten lässt, zeigt Randstad mit einer Smartphone-App im Rahmen des unternehmensweiten Onboarding-Programms.

  • „Onboarding“-Strategien helfen dabei, die Einarbeitungszeit neuer Mitarbeiter für alle Beteiligten effizienter und angenehmer zu machen.
  • Randstad Deutschland hat eine eigene App entwickelt, die neue Mitarbeiter durch diese Phase begleitet.
  • Ein einfacher Zugang und eine persönliche Note erleichtern den Einstieg und machen die App zum gewohnten Begleiter.

In mancher Branche dürfte es schon das wichtigste Werkzeug sein, in vielen anderen wird es noch dazu werden – das Smartphone. Sowohl für den direkten Dialog zwischen Betrieb und Mitarbeitern als auch zum Transport von Informationen drängen sich die handlichen Geräte geradezu auf. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen IT- und Onlinegeräten verfügt nahezu jeder über ein Smartphone und weiß es zu bedienen.

Brückenschlag vom Recruiting zur Mitarbeit

Auf Basis dieser weitreichenden Verbreitung sind Smartphones auch sehr gut geeignet, neuen Mitarbeitern die ersten Schritte in einem neuen Unternehmen zu erleichtern. Was das Navi im Auto, das sind Onboarding-Programme für das Talentmanagement. Insbesondere die Einarbeitungsphase hat sich dabei als sensibel erwiesen, gilt es doch, den gelungenen Recruiting-Prozess mit einer aufwendig gewonnenen Fachkraft reibungslos in den betrieblichen Alltag zu verlängern.

Onboarding-Programme haben den Vorteil, auf unkomplizierte Weise und frühzeitig eine Verbundenheit zum Arbeitgeber zu schaffen und innovative Impulse zu setzen. Bei Randstad Deutschland zählt eine Einarbeitungs-App zu den Maßnahmen, die im Rahmen der modularen Einarbeitung neuer Mitarbeiter eingesetzt wird. Susanne Bube, Leiterin der Randstad Business School in Eschborn: „Im unternehmerischen Wettbewerb um die Talente gilt es, als Arbeitgeber möglichst attraktiv zu sein, Talente anzuziehen, für sein Unternehmen zu begeistern und die neuen Mitarbeiter dann auch längerfristig zu binden. Die Anfangszeit eines Beschäftigungsverhältnisses stellt dabei eine entscheidende Phase dar und prägt das Verhältnis von Arbeitnehmer und Arbeitgeber maßgeblich.“

Einstiegshilfe in die Unternehmenskultur

Im ersten Schritt besteht die Aufgabe für Personalverantwortliche darin, positive Erfahrungen zu schaffen, denn nur so sei die emotionale Basis zu legen, um mögliche erste Enttäuschungen abzufedern, wenn sich die Erwartungen der neuen Mitarbeiter nicht eins zu eins erfüllen. Eine erfolgreiche Identifikation mit der Unternehmenskultur aber lege den Grundstein für Verständnis und Akzeptanz der neuen Umgebung, erst dann seien die Abläufe im Unternehmen und die Erwartungen der Vorgesetzten zu erläutern.

Bei Randstad wird beispielsweise als digitale Unterstützung und übergreifende Klammer der Einarbeitung eine App eingesetzt, die gemeinsam mit dem Fachverlag Haufe-Lexware entwickelt wurde. „Die App ist integraler Bestandteil des unternehmensinternen Onboarding-Programmes, das gemeinsam mit Experten der Randstad Business School, HR-Experten und Führungskräften etabliert wurde“, erläutert Susanne Bube.

Einfacher Zugang und persönliche Note

Sie wird von den internen neuen Mitarbeitern einfach im Google Playstore auf das eigene Firmen-Smartphone heruntergeladen und mit einem persönlichen Freischaltcode aktiviert. Die App „Push to know“ gibt den „Neuen“ während der ersten Wochen nützliche Tipps an die Hand, die sie beim Berufsstart unterstützen. Jeden Tag wird ein neuer Tipp freigeschaltet. Der Name der Applikation ist an das Unternehmenscredo von Randstad „good to know you“ angelehnt.

So erklärt der digitale Helfer beispielsweise, wie die modulare Einarbeitung bei Randstad organisiert ist. Je nach Position und Funktion im Unternehmen sind diese Module unterschiedlich aufgebaut und individuell zugeschnitten. Auch Informationen zum Intranet des Unternehmens, der erste Überblick oder Aspekte zur Unternehmensphilosophie finden in der App Platz. Es werden zudem auch „weiche Faktoren“ angesprochen. Zum Beispiel Themen, die in der ersten Zeit zur Stolperfalle werden können: „Wie gehe ich mit dem Du um?“ oder „Was will der Chef?“. Außerdem werden nützliche Tipps zum Arbeitsalltag gegeben. Ratschläge zu Fragen wie „Welcher Lerntyp bin ich?“ oder „Wie mache ich richtig Pause?“ helfen dem Mitarbeiter durch die ersten Wochen und darüber hinaus.

Einbindung in ganzheitliche Strategie

Es kommt allerdings darauf an, dass eine solche Anwendungssoftware wie bei Randstad eingebunden ist in eine ganzheitliche Onboarding-Strategie. „Sie ergänzt die Praxistrainingseinheiten sowie die Begleitung von Führungskräften und Paten digital“, so Bube, als Insellösung oder Einzelmaßnahme reiche die App nicht aus, um eine nachhaltige Einarbeitung zu begleiten.

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