Flüchtlingen Brücken in den Arbeitsmarkt bauen

19. April 2018

Die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt geht voran. Randstad bietet vielfältige Unterstützung beim Einstieg in den Job. Dabei werden auch digitale Angebote immer wichtiger.

Integration

Die Zahl der Unternehmen, die Flüchtlinge eingestellt haben, hat sich mehr als verdreifacht - von 7 auf 22 Prozent, so das Ergebnis der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung. Auch bei Randstad sind immer mehr Menschen mit Fluchthintergrund beschäftigt. 2016 waren es noch 400 Mitarbeiter, heute sind es über 1.600, die aus folgenden Asylherkunftsländern kommen:

  • Afghanistan
  • Eritrea
  • Irak
  • Iran
  • Nigeria
  • Pakistan
  • Somalia
  • Syrien

Die Mehrheit der Beschäftigten stammt aus Syrien (33,4%) und Afghanistan (20,2 %). Die meisten üben eine Helfertätigkeit aus. Einige von ihnen haben zwar in ihrem Heimatland als Fachkraft gearbeitet, die Berufsabschlüsse müssen hier allerdings erst anerkannt werden. Um die Wartezeit zu überbrücken sind sie bereits in Unternehmen im Einsatz. So sammeln sie wertvolle Praxiserfahrung und lernen den Arbeitsalltag in Deutschland kennen.

„Durch die seit 2015 gelockerten gesetzlichen Rahmenbedingungen können Menschen mit Fluchthintergrund schneller in der Zeitarbeit eingesetzt werden. Zudem greifen langsam die Integrationsmaßnahmen und das Sprachniveau steigt. Der hohe Beschäftigungszuwachs zeigt, dass Zeitarbeit nachweislich Menschen in Arbeit bringt. Einer geregelten Arbeit nachzugehen, ist das beste Integrationsinstrument, das es gibt“, so Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie.

Hilfe beim Anerkennungsverfahren von Abschlüssen

Mitarbeiter der Randstad Arbeitsmarktprojekte sowie der Abteilung Cross Border Services helfen bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und begleiten das Anerkennungsverfahren. Zudem gibt es bei Randstad ausgebildete Integrationsmentoren, die zentrale Ansprechpartner für interkulturelle Aspekte sind.

e-Learning-Kurse bequem von zu Hause aus machen

Beim Erwerb von Qualifikationen werden digitale Angebote immer wichtiger. „Diese lassen sich flexibel in den Alltag integrieren und sind auch von mobilen Endgeräten abrufbar“, so Kerstin Brück, Randstad Akademie Specialist. Die Randstad Akademie kümmert sich um die Weiterbildung der Mitarbeiter im Kundeneinsatz. Im e-Learning Portal von Randstad können Bewerber und Mitarbeiter zum Beispiel Deutschkurse belegen und so ihre Sprachkenntnisse ausbauen. Im virtuellen Klassenzimmer werden sie von zertifizierten muttersprachlichen Trainern persönlich betreut.

Per eVideo zur Lagerfachkraft

Videobasierte Schulungseinheiten vermitteln gezielt Grundkompetenzen für die Arbeitswelt, zum Beispiel im Bereich Logistik. In der Simulation wird der Lernende in die Rolle des Lagermitarbeiters versetzt. Die Lernmotivation steht dabei im Vordergrund: Die Teilnehmer durchlaufen jeweils eine realistische Geschichte aus dem Joballtag. Dabei lernen sie das Unternehmen kennen und unterstützen ihre virtuellen Kollegen beim Lösen verschiedener Aufgaben. „Der Vorteil hierbei ist, dass Wissen über Bewegtbild und die Simulation des Arbeitsalltags transportiert wird. Mitarbeiter, deren Deutschkenntnisse noch nicht so weit vorangeschritten sind, können somit den Lerninhalten trotzdem sehr gut folgen und erweitern ihre Fähigkeiten“, so Kerstin Brück.

Berufsbegleitende Weiterbildung

Zudem gibt es das Programm „Lernen im Job“. Kompetenzen und Fähigkeiten, die bei Einsätzen in Kundenunternehmen gesammelt werden, werden in einem Qualifizierungspass dokumentiert. Hier werden zum Beispiel Kenntnisse im Bedienen von Maschinen oder der Lagerlogistik erfasst. Sobald der Mitarbeiter eine definierte Anzahl an Kenntnissen erworben hat, kann er an einer Prüfung des TÜV Rheinland teilnehmen und erhält bei Bestehen ein anerkanntes Zertifikat als Lager- oder Produktionsassistent.

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