Im Handel geht die Angst vor der Digitalisierung um

5. November 2018

Je nach Branche beurteilen Unternehmen weltweit die Digitalisierung sehr unterschiedlich. Während Banken und IT-Firmen vor allem positive Aspekte wahrnehmen, existieren im Handel Ängste vor dem Wegfall des Faktors Mensch.

Welche Auswirkungen wird die Digitalisierung in den einzelnen Branchen haben? Je nach Wirtschaftssektor haben Führungskräfte unterschiedliche Erwartungen und Ängste. Das zeigen die Ergebnisse der internationalen „Talent Trends“ Studie von Randstad Sourceright.

Angst vor digitalem Wandel

 

Sorgen im Einzelhandel

Nur 43% der Befragten in Handelsunternehmen sehen mehr positive als negative Aspekte in der Digitalisierung. Mit sogenannten „smarten Technologien“, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren, verbinden sie mehrere Hauptsorgen: 

  • 71% befürchten den Wegfall des wichtigen menschlichen Faktors. 
  • 68% befürchten, dass Arbeitsplätze wegfallen oder ausgelagert werden. 
  • 43% sehen es als möglich an, dass sich Unternehmen zu sehr auf Technologie verlassen werden. 
  • 43% befürchten, qualifizierte Fachkräfte zu verlieren.

Werden Mitarbeiter durch KI ersetzt?

„Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Digitalisierung des Arbeitsmarktes in einigen Branchen mehr Bedenken hervorruft als in anderen“, erklärt Dr. Christoph Kahlenberg, Leiter der Randstad Akademie. „Der Handel setzt in besonderer Weise auf menschliche Nähe, Erfahrung und Innovationskraft. Wenn Unternehmen diese Qualitäten wegen KI oder Automatisierung vernachlässigen sollten, werden gut ausgebildete Fachkräfte in andere Wirtschaftsbereiche abwandern.“

Vorsichtiger Optimismus in anderen Branchen

In der produzierenden Industrie, dem Finanzsektor und der IT-Branche beurteilen die Teilnehmer der Studie die Effekte der Digitalisierung grundsätzlich positiver. 64% von ihnen geben an, dass smarte Technologien einen positiven Effekt auf ihre Geschäftstätigkeit haben. 

Auch für die Arbeitnehmer selbst ergeben sich in diesen Branchen positive Effekte: Wissensarbeiter werden durch die Digitalisierung für komplexere Tätigkeiten frei werden und neue Möglichkeiten für Talente entstehen, so der mehrheitliche Tenor der Befragten. 

Über die Studie „Talent Trends“

Die dargestellten Ergebnisse entstammen der Studie „Talent Trends“ von Randstad Sourceright. Für die quartalsweise durchgeführte Online-Umfrage wurden 800 Personalleiter und Führungskräfte aus 17 Ländern in aller Welt befragt.

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