Impulse für unsere Arbeitskultur

7. Dezember 2015

Innerhalb von zehn Jahren ist es der randstad stiftung gelungen, nachhaltige Akzente in der deutschen Arbeitslandschaft zu setzen. Menschen mit Handicap haben dadurch neue Perspektiven erhalten, Schulpatenschaften neue Wege gewiesen. Stets im Fokus der Stiftung: die Zukunft der Arbeit.

Wissenschaftliche und praktische Arbeit für mehr Chancen in Bildung und Beruf

  • Die randstad stiftung besteht seit zehn Jahren und versteht ihre Arbeit als Bekenntnis zur gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung des Stifterunternehmens.
  • Leitthemen der Stiftung sind die „Durchlässigkeit der Lern- und Arbeitswelt“ sowie die „Wertigkeit und Bewertung von Arbeit“.
  • In teils mehrjährigen Projekten haben zahlreiche Menschen neue Perspektiven in der Lern- und Arbeitswelt kennengelernt.
  • Wissenschaftliche Begleitung hat mehrfach wichtige Impulse für Themen der Aus- und Weiterbildung gegeben.

Einem gehörlosen Kfz-Mechaniker zum Meisterbrief verhelfen: Es war keine alltägliche Geschichte, die „Der Spiegel“ da im April 2015 erzählte von Kai Kragenings. Denn normalerweise sind die Türen zu höheren Berufsqualifikationen den Gehörlosen verschlossen, weil die einschlägigen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen nicht auf deren Bedürfnisse eingestellt sind. Zum Beispiel auf einen Gebärdendolmetscher in der Meisterklasse. Dass der junge Mann aus Hessen es doch bis zum Meister brachte – und inzwischen selbständig ist – dazu hat die randstad stiftung mit ihrer Unterstützung beigetragen.

Berufswege und Bildungschancen öffnen

Wie können Menschen mit Handicap an unserer Lern- und Arbeitswelt gleichberechtigt teilhaben? Wie gelingen Übergänge zwischen Schule und Ausbildung besser? Auf welche Veränderungen der zukünftigen Arbeitswelt müssen sich Schüler, Studierende und Berufstätige einstellen?

„Antworten auf diese Fragen zu geben, indem wir Berufswege und Bildungschancen öffnen sowie die barrierefreie Teilhabe ermöglichen, das ist unsere Aufgabe“, macht Stiftungsvorstand Heinz Otto Mezger die Prioritäten deutlich. Unter dem Blickwinkel, die Zukunft der Arbeitswelt zu betrachten und mitzugestalten, hat die Stiftung mit Sitz in Eschborn inzwischen mehr als zwanzig Projekte im gesamten Bundesgebiet auf den Weg gebracht oder gefördert.

Zahlreiche Leuchtturm-Projekte

Als Leuchtturmprojekte ragen daraus hervor die 2008 entwickelte Schulpatenschaft „Du bist ein Talent!“, die Einrichtung einer Stiftungsprofessur zur Professionalisierung der Ausbildung in der Personaldienstleistungsbranche an der SRH Hochschule Heidelberg (2007 bis 2013) und seit 2014 das Stipendien-Suchportal www.barrierefrei-studieren.de für Studierende mit Behinderung. Auch die Förderung wissenschaftlicher Studien zur Arbeitswelt sowie beispielhafter Initiativen für mehr Chancen in Bildung und Beruf gehören zum Stiftungsprogramm.

Eine Bühne für bessere Integration

Besonders am Herzen liegen Mezger zwei weitere Projekte – eines in der Rückschau, eines in der Perspektive. So wurden im Rahmen des KOMPASS-Programms ‚Berufliche Zielklärung und Selbststeuerung‘ Studierende befähigt, Autonomie und Selbstreflexion zu entwickeln, um die gerade in Zeiten einer wachsenden Dynamisierung von Bildung und Arbeit immer wichtiger werdende Orientierung in der Lern- und Arbeitswelt zu meistern. „Die Kooperation mit Prof. Dr. Ernst Hoff und seinem Team an der FU Berlin gehört in jedem Fall zu den Highlights in zehn Jahren Stiftungsarbeit“, sagt Mezger. Im Jubiläumsjahr 2015 startet nun die Zusammenarbeit mit dem Sozialunternehmen „Projektfabrik“. Mit Hilfe von Theaterinszenierungen wird dort seit zehn Jahren in mehr als 200 Projekten die Integration von Langzeit-Arbeitslosen oder Bildungsabbrechern in die Lern- und Arbeitswelt erfolgreich umgesetzt.

Die Zukunft bringt neue Impulse für die Arbeitskultur

Auf Basis ihrer beiden Leitthemen „Durchlässigkeit der Lern- und Arbeitswelt“ sowie „Wertigkeit und Bewertung von Arbeit“ unterstützt und begleitet die 2005 gegründete Stiftung Projekte, um Übergangsphasen von Lernen und Arbeiten zu gestalten, neuen Karrierewegen auf die Spur zu kommen und die Inklusion, unter anderem hörbeeinträchtigter Menschen, voranzutreiben. „Wir setzen uns dafür ein, dass Menschen und Organisationen Veränderungen in der Lern‐ und Arbeitswelt erkennen, verstehen und nachhaltig in konstruktive Handlungen umsetzen“, erläutert Mezger. „Wir wollen dazu beitragen, unsere Arbeitskultur menschlicher zu gestalten und Öffentlichkeit wie Gesellschaft für die Zukunft von Bildung und Arbeit zu sensibilisieren.“

Professionelle Projektarbeit

2013 wandelte sich die randstad stiftung zur Förderstiftung. Seither steht die Kooperation mit Sozialunternehmen im Vordergrund. Diese verbinden gesellschaftliche Ziele mit professioneller Projektarbeit. Partner der Stiftung sind Ashoka Fellows, ausgewiesene erfolgreiche Sozialunternehmer. Gefördert von der randstad stiftung realisieren sie eigene Initiativen in den drei Themenfeldern der Stiftung „Berufswege und Bildungschancen“, „Barrierefreie Teilhabe“ und „Zukunft der Arbeit“.

Mit der Publikationsreihe „Impulse für unsere Arbeitskultur“ will die Stiftung ab Herbst 2015 einerseits an die Ergebnisse vorangegangener Zukunftsdialoge anknüpfen und der Diskussion zur Zukunft der Arbeit eine neue Plattform bieten. Andererseits will sie neue Entwicklungen der Arbeitswelt aufgreifen, analysieren und in ihren Auswirkungen auf Markt, Unternehmen und insbesondere Menschen und Gesellschaft bewerten. Ausgewählte Forschungseinrichtungen, Institute oder einzelne Wissenschaftler mit themenspezifischer Expertise erstellen jeweils eine Edition der Reihe. Darin stellen sie ihre aktuellen Forschungsarbeiten und Diskussionspapiere vor.

Bekenntnis zur gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung

„Die seit Jahren weltweit ausgeprägte Unternehmensphilosophie von Randstad enthält mit dem Prinzip der ‚simultanen Interessenwahrung‘ auch das Bekenntnis zur gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung des Unternehmens“, sagt Stiftungsvorstand Heinz Otto Mezger. „Randstad Deutschland hat mit der Gründung der gemeinnützigen randstad stiftung im Jahr 2005 dieser Haltung sichtbaren Ausdruck verliehen.“ Die Stiftung gehört zwar im Volumen nicht zu den großen in Deutschland. Doch dank regelmäßiger Zuwendungen von Randstad Deutschland verfügt sie über jährlich gleichbleibende Stiftungsmittel. Damit kann sie in ihren drei Themenfeldern nachhaltig Projekte fördern.

Und was bringt die Zukunft? „Die Dynamik der Entwicklung in Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitsmarkt wird auch in den nächsten zehn Jahren nicht abnehmen“, ist sich Stiftungsvorstand Mezger sicher. Für die randstad stiftung gibt es daher auch künftig zahlreiche Chancen, „Impulse für unsere Arbeitskultur“ zu geben.

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