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24. September 2012

Wird Büroarbeit ohne Papier jemals möglich sein? Experten sagen, dass es auch in naher Zukunft keine Alternative zum klassischen Papier geben wird. Denn seit der Zunahme elektronischer Kommunikationsmittel hat auch der Papierverbrauch in deutschen Büros deutlich zugenommen.

Wird Büroarbeit ohne Papier jemals möglich sein?

Laut dem Bundesdeutschen Arbeitskreis für umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) werden in deutschen Unternehmen 800.000 Tonnen Papier verbraucht. Dazu kommen 63 Millionen Tonerkartuschen und -patronen. Die Bilanz der gefällten Bäume und anderer notwendiger Ressourcen (wie Wasser, Strom, Benzin für den Transport, Entsorgungskosten etc.) dürfen in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht unbeachtet bleiben.

80 Prozent des Büroabfalls besteht aus Papier. Seit der Einführung der E-Mail ist laut der Universität Oldenburg der Papierverbrauch um 40 Prozent gestiegen. Die elektronische Entwicklung der vergangen 20 Jahre ist demnach nicht nur ein Segen.

Das papierlose Büro wird es demnach sobald nicht geben. Dieser Meinung sind auch Experten, die an einer Studie von KYOCERA MITA Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation zum Thema „Bürowelten der Zukunft“ durchgeführt wurde.

Im Moment gibt es noch keine wirkliche Alternative zu Papier – und seine Vorteile liegen auf der Hand: Denn auch die Haptik spielt eine Rolle. Darüberhinaus lassen sich Texte auf Papier um 30 Prozent schneller lesen als am Bildschirm – man kann sie zum Beispiel anmarkern oder handschriftlich ergänzen. Und solange es gesetzlich vorgeschrieben ist, bestimmte Unterlagen wie Verträge oder Urkunden für einen gewissen Zeitraum in Papierform aufzubewahren, wird das Papier weiterhin seinen Platz im Büro haben.

Irgendwann einmal wird das Papier womöglich durch andere Materialien oder neue Features abgelöst. Dann gibt es vielleicht wiederbeschreibbares Papier, das man nach Gebrauch einfach „löscht“. Bis dahin können Unternehmen Mitteilungen und Informationen im Intranet in digitaler Form bereitstellen oder Daten in einem elektronischen Dokumentenmanagementsystem archivieren. Immerhin einen Vorteil für die Umwelt hat die E-Mail dennoch: Sie spart Briefpapier und Umschlag sowie die Energiekosten für den Postversand.

Auch mit 50 nochmals richtig durchstarten.

Menschen werden immer älter. Die Wirtschaftsjournalistin Margaret Heckel ist der Meinung, dass sie dadurch eine Menge Zeit gewinnen. Zeit, die sie sinnvoll nutzen sollten – zum Beispiel durch eine berufliche Umorientierung.

Lange Zeit wurden die Älteren in unserer Gesellschaft wenig beachtet. Ab Mitte sechzig war man einfach alt und genoss seinen Lebensabend. Heute ist das anders. Zu den richtig Alten gehört man erst mit 85 Jahren.

Viele Arbeitnehmer wollen, auch wenn sie das gesetzliche Rentenalter erreicht haben, noch lange nicht aufhören. Manche Unternehmen begrüßen das sehr und beschäftigen ihre älteren, erfahrenen und zuverlässigen Mitarbeiter gerne weiter. Manche Rentner suchen sich 400-Euro-Jobs, um sich ein paar Euro dazuzuverdienen – in erster Linie aber, um weiterhin eine Aufgabe zu haben, etwas Neues kennenzulernen und unter Leute zu kommen.

Die Autorin Margaret Heckel beschreibt in ihrem Buch „Die Midlife Boomer: Warum es nie schöner war, älter zu werden“ die zukünftige Entwicklung der älteren Generation. Heckel plädiert hinsichtlich der demographischen Veränderungen sehr dafür, die sich bietenden Chancen zu nutzen.

Das Thema Alter muss Heckels Meinung nach in den Köpfen der Gesellschaft eine neue Definition bekommen und Vorurteile müssen abgelegt werden. Sie empfiehlt jedem, der 50 Jahre alt wird, seine Zukunft zu überdenken und zu überlegen, mit welchen Dingen man sich im nächsten Lebensabschnitt beschäftigen möchte – um neue Wege zu beschreiten und dem Alter den Schrecken zu nehmen.

„Die Midlife-Boomer: Warum es nie spannender war, älter zu werden“; Margaret Heckel; Edition Körber-Stiftung, Hamburg; 18,00 Euro

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